Tagebuch: Wir auf der YOU

26 09 2011

Montag, 26. September 2011

Durch eine Sicherheitsschleuse mussten wir – Sohn, Enkel und ich -, als wir gestern die Jugendmesse YOU besuchten. Letztes Jahr wurde sie noch mit großem Brimborium auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof veranstaltet [„YOU 2010 erfolgreich in Tempelhof gelandet“], dieses Jahr fand Europas größte Jugendmesse wieder auf dem Messegelände statt. Also: Sicherheitskontrolle vor dem Betreten der [Eingangs-]Halle 25. Oweia, müssen wir vielleicht unsere Flaschen mit Limo und Apfelschorle abgeben? Mitnichten. Nach Haarspray und Edding-Filzern wurde gesucht. Jugendmesse!

Laut war es auf der Messe, laut und stimmungsvoll. Ich habe noch nie so viele gut gelaunte, nette, interessierte Jugendliche auf einem Haufen gesehen. Dazwischen Kinder, große Kinder, kleine Kinder, Papas, Mamas und Großeltern. Für jeden, aber wirklich für jeden Geschmack war etwas dabei. Da konnte man in einem Wasserbecken einen Schnupper-Tauchgang machen, die engen Sitze eines Düsenjägers ausprobieren, balancieren, Ball spielen. Turner und Tänzer waren zu sehen, BMX-Radfahrer und Breakdancer. 280 Aussteller gab es in den Messehallen, buchstäblich von A bis Z, von A&O Hotels und Hostels bis zum Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks.

Apropos: 90 Unternehmen und Innungen boten Berufsorientierung – von Bundeswehr über die Friseur-Innung Berlin bis zur Polizei. Die zeigte beispielsweise, wie schwer die Beamten an ihrer Schutzkleidung auf Demos oder bei Fußballspielen zu tragen haben.

Viel Musik gab’s, viel Bewegung, viele kostenlose Giveaways. Ein herrliches Bild: Hunderte Jugendliche rechten die Hände, um das zu erhaschen, was ihnen von der Bühne in die Menge geworfen wurde.  Sohn und Enkel [Onkel und Neffe] spielten herrlich oft Ball, liefen hierhin und dorthin, rannten, lachten, quatschten, es war eine Wonne.

Nach drei Stunden waren wir platt – aber glücklich. Genauso erging es 140.000 Besuchern. So steht es im Abschlussbericht der Messe Berlin. Die Zahl des Vorjahres suchte man dagegen vergebens. Damals waren es 3.000 mehr. Das wurde jetzt schamvoll verschwiegen. Warum eigentlich? Peinlich…

Hier gab's die längsten Warteschlangen

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