Tagebuch: Kabelsalat

30 01 2013

Mittwoch, 30. Januar 2013

Ich bin wieder mit der Welt verbunden. Über drei Wochen funktionierte keiner meiner drei Festanschlüsse [zwei beruflich, einer privat], das Faxgerät empfing keine Faxe, und mein Internetanschluss war gekappt. Wer mich anrief und die Ansage „Kein Anschluss unter dieser Nummer…“ hörte, war erstmal verwirrt. Lebt er noch, der Horst Schwartz? Das tat und tut er. Er war in den drei Wochen sogar sehr fleißig. Alle Privat- und Geschäftstelefonate mussten übers Handy abgewickelt werden, das war ja zu ertragen.

T2

Geordneter Kabelsalat

Aber schlimm war das mit dem Internet. Zur Überbrückung hatte ich mir einen Internet-Stick von Tchibo besorgt. Nie wieder! Der Stick war zehn Euro teurer, als auf der Packung stand. Als ich die Damen in der Tchibo-Filiale Berlin-Kurfürstendamm darauf aufmerksam machten, wurden sie patzig: neue Woche, neue Preise. Und: „Wir machen die Preise schließlich nicht.“ Hätte ich nicht gedacht.

Des Tchibo-Dramas zweiter Akt: Als ich den Stick anmelden wollte, stellte sich heraus, dass die ausgedruckte Servicenummer nicht mehr existierte. Mühsam, wirklich mühsam recherchierte ich eine andere Servicenummer. „Hier sind Sie falsch. Sie müssen doch in Hamburg anrufen.“ Fein. „In Hamburg“ hieß es dann, meine Stick-Nummer sei schon vergeben. Endlose Telefonate. Als ich dann schließlich angemeldet war, erhielt ich von Tchibo die Aufforderung, in ein Formular den Vorbesitzer einzutragen, von dem ich den Stick übernommen hätte. Und dann wurde mir mitgeteilt: Lieber Kunde, Ihre Surfgeschwindigkeit wird tarifgemäß auf GPRS-Niveau reduziert. Ab dem 12. Februar [!!!] könne ich wieder mit normaler Geschwindigkeit…

War das witzig. Die Surfgeschwindigkeit entsprach der Fortbewegung in der Steinzeit. Alles, was über 1 MB groß war, wurde erst garnicht geöffnet. Als die Bildübertragung zu touristik aktuell und GoGlobalBiz eilte, setze ich mich in die einzige Kneipe weit und breit, die W-Lan hatte. Das war ein thailändisches Restaurant, wo ich dann drei Stunden lang bei Karaoke-Musik gearbeitet habe.

Nie wieder ein Tchibo-Stick!

Ich hätte das alles ja vermeiden können, wenn ich daran gedacht hätte, bei der Telekom meine ganzen Kommunikationseinrichtungen zeitig umzumelden. Ich hatte das schlicht vergessen. Dennoch klappte das Umlegen der Nummern von der alten zur neuen Wohnung reibungslos. Nur: Ich hatte dann noch einen Fehler gemacht: Ich hatte alle Geräte, Dosen, Modems usw. von der Wand gerupft und mir nicht gemerkt, was wo wie verdrahtet war. Peinlich, peinlich. Nun musste ich zwei Wochen auf den Installationsservice warten, der dann schließlich aus dem entsetzlichen Kabelsalat einen geordneten Kabelsalat machte – s. oben.

Hurra! Ich bin wieder mit der Welt verbunden.

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