Tagebuch: Newtons Nackte

12 02 2013

Dienstag, 12. Februar 2013

Nichts ist unerotischer als ein Haufen Nackter. Das schoss mir letzten Sonntag durch den Kopf, als ich das Museum für Fotografie besuchte. Es trägt den Namenszusatz „Helmut Newton Foundation“, und Newton ist hier Programm. Newtons Nackte sind allgegenwärtig.

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Manches Motiv ist eher befremdend als beglückend, manche Pose nicht einsehbar. Großartig ist die Modefotografie, [fast]enervierend auf die Dauer sind die Akte. Besucher sind geneigt, in so manche Fotografie etwas hinein zu interpretieren. Scannen0004Da befestigt eine rauchende, schwarz gekleidete Frau einer anderen, ebenfalls schwarz gekleideten Frau ein Schuhband. Was heißt hier Schuh: High Heels sind das, die waffenpflichtig sein müssten. Was will uns das Foto sagen? Nichts. Ich zumindest habe in all diesen Posen nichts Tiefsinnigeres entdecken können.

Das macht gar nichts. Das Museum muss man einfach gesehen haben. Vielleicht einmal und nie wieder. Es sei denn, man interessiert sich für Newtons Jacketts und sein Autos, seine Kameras und die Utensilien, die seine Nackten zum Foto Shooting trugen. Man wird auch wiederkommen, wenn eine interessante Einzelausstellung zu sehen ist. Zurzeit zeigt Francois-Marie Banier meisterhafte Porträts – in Schwarzweiß. Übrigens: In den ausgestellten Schwarzweißaufnahmen, auf denen sich keine Nackten tummeln, zeigt Newton, was er war:  ein  begnadeter Fotograf.

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