Tagebuch: Berlin – die Olympiastadt

1 04 2013

Ostermontag, 1. April 2013

Die Entscheidung ist gefallen: Berlin wird sich für die Austragung der Olympischen Winterspiele 2022 bewerben. Aufgrund der Schneesicherheit in der Region bis in den April hinein ist die Hauptstadtregion flexibel bei der Terminfestlegung. Die Winter-Olympiade kann auch über die Osterfeiertage stattfinden. Ähnlich wie die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar wäre damit Abwechslung garantiert und den Klimazonen ein Schnippchen geschlagen.

Soweit die Einleitung einer Meldung der Pressestelle der IHK-Berelin, die heute morgen über den Bildschirm flimmerte. Ja sind sie denn alle verrückt geworden in Berlin? Lesen wir weiter:

IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder ist überzeugt: „Berlin ist prädestiniert für die Austragung von Olympischen Winterspielen. Während in Sotschi bereits Schnee eingelagert werden muss, haben wir bei uns eine Schneegarantie bis Ostern. Die notwenige Infrastruktur haben wir auch bereits. Die Investitionen bleiben also überschaubar.“

PICT0610_zuschn_b_kUnd: In einer Studie hat die IHK Berlin bereits eine grundlegende Analyse vorgenommen: Die Abfahrten am Teufelsberg [Foto rechts: der Teufelksberg im Wiuntersportbetrieb] sind für die alpinen Ski-Disziplinen in einem Top-Zustand. Die bestehende Liftanlage wird ausgebaut, hier entsteht zudem ein Funpark für die Snowboard-Wettbewerbe. Die Ski-Langläufer können den S-Bahn-Ring nutzen, da bei Schneefall ohnehin kein Zug fährt. Die Großkaliber-Biathleten werden im weitläufigen Regierungsviertel zum Schuss kommen. Für das Gelände des just verworfenen Riesenrads am Bahnhof Zoo liegen der IHK bereits vertrauliche Unterlagen vor. Demnach soll dort ein Stadion mit rund 20.000 Sitzplätzen für die neue Trendsportart Curling entstehen. Eisschnelllauf auf dem Landwehrkanal, Eishockey im Humboldthafen und Skeleton im Berliner Zoo gelten als ausgemacht.

ringeWer an dieser Stelle noch nicht aufs Datum geschaut hat, ist selber schuld. Dem Datum entsprechend, berichtet die Pressemeldung über weitere Wintersport-Stätten im Überblick: Die Schanzen für die Skispringer werden auf dem brachliegenden Gelände der ehemaligen Abhörstation des Teufelsbergs errichtet. Dort fanden bereits in den 70er Jahren erfolgreich Sprungwettbewerbe statt.  Bob-Fahrer und Rodler werden im Tunnel der Linie U5 in die Spur gehen. Sollten hier noch weitere Ausbauten erforderlich sein, kann auf die Expertise der Berliner Unterwelten im Tunnelbau zurückgegriffen werden.  In Eiskeller, wo traditionell die kältesten Temperaturen gemessen werden, werden die für Olympia 2022 erstmals in das Wettbewerbsprogramm aufgenommenen Hundeschlittenrennen ausgetragen. Neue olympische Disziplinen wie Kite-Snowboarden und Kite-Biathlon finden direkt auf dem Tempelhofer Feld statt. Die Flughafengebäude des ehemaligen Flughafens Tempelhof werden für die Unterbringung der Olympioniken umfunktioniert.

ber-2012-schriftzug_4x3_460x345Und auch der BER, an dem 2022 durch das Verbot von Morgen-, Abend- und Nachtflügen dann nur Montags bis Freitags zwischen 12 und 16 Uhr geflogen wird, eignet sich für Wettbewerbe der Eiskunstläufer auf der Landebahn. Um die Eiskunstläufer während ihrer Kür vor Seitenwinden zu schützen, wird die East Side Gallery am Ostbahnhof ab- und auf dem BER wieder aufgebaut.

April, April…

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