Tagebuch: alles Kempinski – oder was?

30 04 2013

Dienstag, 30. April 2013

Kempinski Berlin 2

Wo wohnte die Knef, wenn sie in Berlin weilte? Im Kempinski am Kurfürstendamm. Dort gaben sich in den ersten Nachkriegsjahrzehnten die Prominenten die Klinke in die Hand. Das Kempi wurde zur Legende. Die Kempinski-Gruppe pflegt noch eine andere Legende: das Adlon. Kempinski ist in Deutschland mit insgesamt zehn Häusern vertreten. Darunter sind so namhafte Hotels wie das Vier Jahreszeiten in München, das der Gruppe als einziges Hotel auch gehört, das Atlantic in Hamburg oder die Villa Rothschild im Taunus. „Selbstverständlich können wir uns auch in unserem Heimatmarkt weiteres Wachstum vorstellen“, sagt Reto Wittwer, Präsident und CEO von Kempinski Hotels, „so wären beispielsweise Standorte wie Düsseldorf und als Ferienresort sicherlich auch Sylt denkbar.“ Aber man wolle kein Wachstum um jeden Preis. Wittwer: „Das ist die oberste Prämisse.“

Das Berliner Kempinski

Legende: das Kempi am Kudamm

Neben Afrika und weiterem Wachstum in Asien liegt der Fokus in Sachen Development für 2013 und die nächsten Jahre laut Wittwer „ganz klar auf Europa, denn hier sind Luxus und Lifestyle zu Hause.“ Zürich, Rom, Paris, Barcelona aber auch Warschau stehen auf der Wunschliste weit oben. Wittwer: „Voraussetzung ist aber immer, dass die Häuser zu uns passen müssen“. Ansonsten hält es Wittwer mit der alten Redensart: „Sprich nicht über ungelegte Eier.“

Reto Wittwer - President & CEO_Kempinski_2011Nachdrücklich vertritt Reto Wittwer [kleines Foto] die Überzeugung, dass es „auf lange Sicht – und genau darauf kommt es ja an – definitiv besser ist, ein Zimmer auch mal leer stehen zu lassen, als es um jeden Preis zu füllen“. Sein Ziel sei es, „an unseren Standorten Marktführer zu sein und damit die Preise festzusetzen – wir wollen nicht die Nummer zwei oder drei oder vier sein“. Denn dann seien einem die Hände gebunden und man müsse sich in der Preispolitik an der Nummer eins orientieren. „Außerdem ist es ungeheuer schwierig, die Preise wieder anzuheben, wenn sie erst einmal abgesenkt sind“, betont Wittwer, „diese Situation sollte wenn möglich vermieden werden.“ Dennoch liegt die Entscheidung über die Preise bei den einzelnen Hotels – „sie sind vor Ort, kennen die jeweilige Wettbewerbssituation am besten und müssen letztlich entscheiden“.

Sich nur auf einen einzigen Vertriebskanal zu verlassen, ist aus Wittwers Sicht „nicht nur unvernünftig, sondern auch fahrlässig“. Einen ausgewogenen Distributions-Mix hält er für unerlässlich. Dabei setzt Kempinski auch auf den Online-Vertrieb und investiert gezielt in die eigene Website. Wittwer: „ Allerdings ist unbestritten, dass auch dem Vertrieb über Reiseveranstalter – insbesondere was die private Reisebuchung betrifft – nach wie vor ein hoher Stellenwert zukommt; dementsprechend suchen wir auch hier den Kontakt und arbeiten eng und sehr gut mit diversen Veranstaltern zusammen.“

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Flaggschiff: Palais Hansen in Wien

Man soll einem Vater vieler Kinder nicht die Frage stellen, welches er am meisten mag. Entsprechend ausgewogen fällt Wittwers Antwort auf die Frage aus: Welches Ihrer Häuser gefällt Ihnen am besten? „Ich möchte keines besonders hervorheben. Nicht unerwähnt lassen möchte ich aber an dieser Stelle unseren jüngsten Zuwachs, das Palais Hansen Kempinski Wien.“ Jahrelang war Kempinski auf der Suche nach einem passenden Objekt in der österreichischen Hauptstadt, „und das haben wir mit dem Palais Hansen, das wir jetzt gerade eröffnet haben, gefunden“ (Wittwer). Das macht den CEO „ungeheuer stolz“. Schon heute ist klar, so Reto Wittwer, dass sich das Palais Hansen zu einem unserer Flaggschiff-Hotels entwickeln wird.“

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