Tagebuch: Ground statt Sky

4 06 2013

Dienstag, 4. Juni 2013

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Bleiben am Boden: die Maschinen der Sky Airlines

„Die Gerüchte gab es schon länger, nun sind sie traurige Gewissheit“, schreiben meine Kollegen von touristik aktuell heute auf ihrer Internetseite: „Nach finanziellen Problemen der Muttergesellschaft Kayi Group sind die deutschen Veranstalter GTI Travel und Buchmal Reisen insolvent und haben ihre Tätigkeit mit sofortiger Wirkung eingestellt.“ Noch schlimmer: Auch für die Fluggesellschaft Sky Airlines wurde Insolvenzantrag gestellt. Die Schwester-Airline German Sky, die laut touristik aktuell „nie richtig in Tritt kam und für riesige Verluste sorgte, befindet sich bereits in der Auflösung und hatte zuletzt keine Kunden mehr.“

GTI_Katlandur_touristik_aktuell_fb3bba8293Die 100 Mitarbeiter in der GTI-Zentrale sind von den Ereignissen geschockt. Die Info über die Insolvenz kam nicht etwa von der Geschäftsführung, sondern vom Versicherer Tourvers. Das ist nicht gerade die feine englische Art. Vertriebschef Tunc Oezler: „Wir sind gerade dabei, die Situation zu ordnen und Entscheidungen zu treffen, wie wir jetzt vorgehen.“ [Kleines Bild: GTI-Geschäftsführer Katlandu]

Wie viele Kunden in den Zielgebieten sitzen und von der Pleite betroffen sind, lässt sich derzeit nicht sagen. Die Gelder gebuchter Kunden sind über Tourvers abgesichert. Touristik aktuell: „Wenig Hoffnung dürfte es dagegen für Reisebüros geben, die derzeit noch Provisionen bei GTI ausstehen haben. Zuletzt hatte es immer wieder Verzögerungen bei der Auszahlung gegeben – vor allem Ende 2012 hatten viele Agenturen monatelang auf ihre Vergütung gewartet.“

Auch für viele Hotels in der Türkei hat die Pleite Folgen haben: Gerüchte berichten von Außenständen in Millionenhöhe. Hart trifft es auch Urlauber, die heute abend von Paderborn, Frankfurt und Nürnberg nach Antalya fliegen wollten. Ihre Flüge wurden abgesagt. Auslöser der Pleite war nach Einschätzung der Kollegen von touristik aktuell „offenbar nicht schlechtes Wirtschaften bei GTI selbst, sondern im Mutterunternehmen Kayi Group. Vor allem das Airline-Geschäft hatte dort zuletzt Millionenlöcher gerissen. Sowohl der Versuch, im Inlandsverkehr mit Sky Airlines Fuß zu fassen als auch die missglückte Gründung von German Sky sorgten für gewaltige Verluste.“

willi_verhuven (1)Der geniale Touristiker Willi Verhuven [links], Chef des Großveranstalters alltours, hat sich gerade zu der Pleite zu Wort gemeldet: „Durch den Ausfall fehlen auf dem deutschen Markt plötzlich 400.000 Sitzplätze auf den Sky-Maschinen.“ Dem „über Nacht zusammen-geschrumpften Angebot“ stehe eine nach wie vor große und steigende Nachfrage für den Türkeiurlaub gegenüber. Für deutsche Urlauber, die eine Reise an die Türkische Riviera planen, aber noch nicht gebucht haben, wird es jetzt eng, so Verhuven.

Er rät Urlaubern, die eine Reise in die Türkei planen, rasch eine Entscheidung zu treffen, um eine gute Auswahl an Flügen und Hotels zu günstigen Preisen zu bekommen. Denn „wer auf Last-Minute-Schnäppchen in der Türkei in diesem Sommer wartet, könnte eine böse preisliche Überraschung erleben.“

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