Tagebuch: organisierte Entdecker

10 06 2013

Montag, 10. Juni 2013

Trara: Zur Aufholjagd auf die beiden Spitzenplätze im weltweiten Ranking der Kongress-Städte hat die Berliner Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer geblasen: „Paris und Wien sind einzuholen!“Cornelia YzerDie auch für den Tourismus in der deutschen Hauptstadt zuständige Landesministerin sprach zur Eröffnung des diesjährigen „Tag des Tourismus“, der dem Thema „Zukunft des Städtetourismus“ gewidmet war. Berlin ist in die Top 3 der internationalen Kongressdestinationen vorgerückt, wie die Statistik der International Congress & Convention Association (ICCA) zeigt. Mit 172 Veranstaltungen von internationalen Verbänden im vergangenen Jahr hat sich Berlin um einen Rang verbessern und belegt weltweit den dritten Platz. Die Stadt liegt hinter Wien und Paris und vor Madrid und Barcelona.

Insgesamt wurden im Vorjahr in Berlin fast 124.000 MICE-Veranstaltungen mit 6,6 Millionen Teilnehmern durchgeführt – ein Wachstum von zehn Prozent.

Yzer wies darauf hin, dass das neue Messegebäude City Cube neben dem Messegelände, das gerade Richtfest feierte, zu Beginn kommendes Jahres pünktlich eröffnet wird: „Für 2014 und 2015 ist das neue Kongresszentrum so gut wie ausgebucht.“ Die Buchungen reichten schon bis ins Jahr 2020 hinein.

VisitBerlin-Chef Burkhard Kieker [Foto rechts unten] sieht dagegen „einen Engpass bei Kongressen mit über 3000 Teilnehmern“ auf Berlin zukommen. Kieker: „Wir brauchen Ersatzkapazitäten – es sei denn, das ICC wird in den nächsten drei, vier Jahren zügig renoviert“.

2Zentrales Thema der Veranstaltung war eine Typologie der deutschen Berlin-Touristen, über die eine neu e visitBerlin-Studie informiert und die Prof. Dr. Bernd Eisenstein von der FH Westküste [sie liegt in Heide in Schleswig-Holstein] vorstellte. Unter den wichtigsten sechs Zielgruppen, die nach Berlin kommen, sind „Alltagsflüchtlinge“ die mit dem größten Marktanteil an Berlin-Reisen, nämlich 18 Prozent. Diese Gäste reisen in die Hauptstadt, um Unkonventionelles zu erleben, auf den großen Einkaufsmeilen zu bummeln und das Nachtleben zu genießen.

Weitere Ergebnisse der Studie: Jeder sechste Berlin-Besucher [16 Prozent] ist ein „flexibler Entdecker“, der sein Berlin-Programm spontan plant. „Kulturinteressierte“ [15 Prozent] sind die Touristen mit den höchsten Ausgaben; sie gehen in Museen und zu Kulturveranstaltungen. Zwölf Prozent machen die „Event-Liebhaber“ aus, die nach Berlin in die Hauptstadt kommen, um hier Sport-Events, Konzerte oder etwa Musicals zu besuchen. Die „organisierten Entdecker“ [11 Prozent] planen ihren Berlin-Aufenthalt von A bis Z durch. „Gesundheitsreisende“ [11 Prozent] suchen in der Hauptstadt Entspannung und nehmen in erster Linie Wellness- oder Gesundheitsangebote wahr. Die verbleibenden 17 Prozent verteilen sich auf kleinere Zielgruppen.

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