Tagebuch: Busse

21 06 2013

Freitag, 21. Juni 2013

Am U-Bahnhof Warschauer Straße in Berlin. „Wo bitteschön ist die Rotherstraße?“ Die Antwort kam prompt: „Also, hier die Treppe runter, dann rechts – oder links? Dann fragen Sie noch mal.“ Gabe ich gemacht. Noch dreimal. Und ich bekomme jedes Mal eine andere Antwort. Kreuz und quer durchs Oberbaumviertel werde ich geschickt. Das wäre ja ein schöner Spaziergang durch das Ensemble alter und neuer Gewerbehöfe – aber bei dieser Hitze?

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So sitze ich, nachdem mir ein freundlicher Lieferfahrer den richtigen Weg gezeigt hat, schwitzend und mir mühsam mit dem Fächer Luft zufächelnd, im kleinen Besprechungszimmer der MeinFernbus GmbH. Als die Tür aufgeht, weiß ich, dass das ein gutes Gespräch wird. Das habe ich nach all den Berufsjahren im Gefühl.

Torben GreveTorben Grewe, einer der beiden Geschäftsführer, und Gregor Hintz, Leiter der Kommunikation, sprachen mit mir bereitwillig über das Konzept, das dem MeinFernbus-System zugrunde liegt. Und sie hörten sich auch meine Erfahrungen mit meinen Testfahrten nach und von München an. Dazu ein kurzes Resümee: Der Erfolg einer solchen Busfahrt – über die Tatsache hinaus, dass man preiswert von A nach B transportiert wird – steht und fällt mit dem Busfahrer. Der eine stellt sich frisch und fröhlich vor, weist auf W-Lan hin und auf die Möglichkeit, bei ihm Getränke und kleine Snacks zu kaufen. Sagt, was man auf und mit der Toilette tun kann und sollte oder nicht. Der andere Busfahrer bleibt stumm wie ein Fisch, verschweigt den Gästen die Servicedetails und informiert auch nicht über die zu erwartende Verspätung. Ich habe alle Varianten erlebt.

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Rund 100 Mitarbeiter hat die MeinFernbus GmbH

Das Prinzip von MeinFernbus ist völlig anders als das von BerlinLinienBus. Da fährt keine Stewardess mit, und die Gesellschaft besitzt auch keine eigene Busse. Die 85 Busse, die auf den deutschen Linienstrecken unterwegs sind, gehören 32 Busunternehmen, die mit der MeinLinienbus GmbH durch Kooperationsverträge verbunden sind. Sie müssen – oder müssten – strenge Qualitätsauflagen erfüllen. Sie müssen auch ihre Busse grün bekleben. Nachhaltigkeit ist eines der starken Verkaufsargumente der MeinFernbus GmbH – und aller Bus-Reiseveranstalter.

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