Tagebuch: Weihnachtsrituale

29 10 2013

Dienstag, 29. Oktober 2013

So lange das technische Problem nicht beseitigt ist und ich keine Fotos hochladen kann, erscheinen die Tagebuch-Einträge ohne Fotos – das ist wie Suppe ohne Salz. Die Fotos werden nachgeliefert…

Gestern im Supermarkt. Vor der Kasse steht ein Riesenregal mit – Schoko-Weinachtsmännern, Lebkuchen und Spekulatius. Jedes Jahr ärgere ich über den frühen Start zum Weihnachtsmarathon. Aber warum ärgere ich mich eigentlich? Mir ist doch seit 50 Jahren klar, dass Weihnachten in unseren Breiten nichts anderes ist als ein Geschäft. Mit vielen überlieferten Ritualen kaschieren wir diese Tatsache. Gut, da gibt es noch die [kleinen] Kinder und ihre Freude am Lichterglanz, an Geschenken…

Natürlich mache ich mit bei einem Teil der Rituale. Und so habe ich für touristik aktuell einen Bericht zum Thema Weihnachen in Berlin geschrieben, der am Montag vor einer Woche erschienen ist. Bitteschön:

Zur Vorweihnachtszeit ist die Hauptstadt proppenvoll. 800000 Gäste strömten im Dezember des Vorjahres in die Stadt. Nicht nur das KaDeWe, Europas größtes Kaufhaus, wird dann zur Fundgrube für Weihnachtseinkäufer. Auch in Straßen abseits der weihnachtlich geschmückten Einkaufsmeilen wie Ku’damm oder Friedrichstraße lassen sich Läden und Lädchen mit kreativen Geschenkideen entdecken, zum Beispiel das „Sieben Wünsche“ in Mitte mit faszinierenden Schreibtisch-Assessors oder „Kauf Dich glücklich“ in Prenzlauer Berg, wo unter anderem trendige Mode von Berliner Designern zu finden ist.

Wem beim Kaufrausch das Kleingeld ausgeht, gönnt sich eine preiswerte Stadtrundfahrt mit der Buslinie 100 vom Bahnhof Zoo bis zum Alexanderplatz, die Besucher mit einem Tagesticket oder – noch besser – der BerlinWelcomeCard zum Hop on/Hop off-Bus umfunktionieren können. Es bieten sich auch kuschlige Kutschfahrten am Abend durch das festlich erleuchtete Berlin an oder eine Fahrt mit dem Bettbike. Das ist eine Mischung aus Rikscha und Bett, mit der Berlin-Urlauber, eingehüllt in dicke Decken, die Hauptstadt erkunden.

Holy.Shit.Shopping

Zum Aufwärmen zwischen Shopping und Sightseeing empfiehlt sich die „Märchenhütte“ im Monbijoupark dicht an der Museumsinsel. Sie ist eine urgemütliche polnische Holzhütte, in der große und kleine Besucher auf Bierbänken Märchenklassiker von Aschenbrödel bis Schneewittchen genießen. Jede Stunde beginnt eine neue Vorstellung. Aschenputtel von Cesar Cui steht bei der Staatsoper in ihrem Ausweichquartier Schillertheater auf dem Programm, mit Vorstellungen für Kinder an Vor- und Nachmittagen und am frühen Abend. Und die Deutsche Oper bringt den Nussknacker als Oper von Kindern für Kinder.

Über einen der 60 Berliner Weihnachtsmärke schlendern und dabei Gutes tun: Ein Teil des Erlöses des „Weihnachtszauber“ genannte Weihnachtsmarkts auf dem Gendarmenmarkt geht an Menschen in Not. Dieser romantische Markt zwischen Deutschem und Französischem Dom gilt Berlinern und Berlin-Besuchern als der schönste aller Weihnachtsmärkte. Aber auch der Skandinavische Lucia Weihnachtsmarkt mit seinen 40 Ständen in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg hat seine Fans unter den Berlin-Besuchern wie der ausgesprochen nachhaltige Umwelt- und Weihnachtsmarkt in der Sophienstraße neben den Hackeschen Höfen. Alles was Natur, Bio und Fair Trade ist, wird hier angeboten. Der wohl frechste Weihnachtsmarkt ist das „Holy.Shit.Shopping“ am 15. und 16. Dezember im Postbahnhof. Hier verkaufen 150 junge Berliner Designer ihre Modekreationen und Schmuck.

Weihnachtsromantik im Grunewald

Der wohl romantischste aller Berliner Weihnachtsmärkte ist selbst Berlinern kaum bekannt: Am 7. und 8. Dezember öffnet sich der Hof des Jagdschlosses Grunewald direkt am gleichnamigen See zu einem märchenhaften Weihnachtsmarkt. Während die Erwachsenen vor allem an Kunsthandwerk-Ständen stöbern, lauschen Kinder den dargebotenen Märchen. Wenn Frau Holle aus dem Fenster des Torhauses ihre Kissen ausschüttet, vergessen auch die Großen für ein paar Minuten ihre Weihnachtseinkäufe.

 

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