Tagebuch: Ungarn gesund

21 02 2014

Freitag, 21. Februar 2014:

Auch in diesem Jahr widmet das Ungarische Tourismusamt auf dem deutschen Markt dem Gesundheitstourismus ganz besondere Aufmerksamkeit. „Ich mache da keine Imagewerbung, sondern Verkauf“, betont Csilla Mezösi, seit Mai vergangenen Jahres Chefin der Ungarn-Werber in Deutschland. Ihre Berufung war auch ein Signal für die Branche: Mezösi ist ausgewiesene Gesundheitsexpertin.

Csilla Mezösi kkkKurgäste aus Deutschland wählen vor allem Ziele entlang der Westungarischen Bäderstraße mit so bekannten Bädern wie Bük, Sarvar oder Heviz. Seit 2011 bieten 70 deutsche Reiseveranstalter über den Paketer PA Touristik wöchentliche Busanreise an. „Auch Hausabholung ist bestellbar“, versichert Csilla Mezösi. PA Touristik hat Deutschland mit einem dichten Netz von Abfahrtstellen überzogen, 140 sind es zurzeit. Der Aufwand lohnt sich, immerhin kommt jeder fünfte ausländische Ungarn-Gast aus Deutschland. „Mitgerechnet sind noch nicht die vielen Senioren, die nach Ungarn gezogen sind“, sagt die Chefin des Tourismusamtes, „ ganz zu schweigen von den Donauschifffahrts-Passagieren aus Deutschland.“ Deren Zahl wird auf eine halbe Million geschätzt.

Balaton statt Plattensee

Csilla Mezösi ist im Ungarn-Geschäft alles andere als eine Newcomerin. Von 2002 bis 2005 war sie schon einmal Leiterin des Berliner Büros des Ungarischen Tourismusamtes, das damals aber noch den Hauptsitz in Frankfurt hatte. Danach hatte sich die agile, fließend Deutsch sprechende Ungarin selbständig gemacht und auf dem deutschen Markt gearbeitet – in Sachen Gesundheitstourismus, versteht sich. Jetzt ist sie Chefin der Zentrale in Berlin, von der auch der Schweizer Markt bearbeitet wird. Csilla Mezösi ist noch ein Büro in München unterstellt, und in Frankfurt hat sie noch eine Mitarbeiterin.

Drei regionale Schwerpunkte hat die Arbeit der Ungarn-Werber in Deutschland: Budapest, dies vor allem als Kulturdestination, die Westungarische Bäderstraße und den Balaton. „Bitte sagen Sie dazu nicht Plattensee“, fordert Csilla Mezösi, „das klingt so platt.“ Ihre Marketingaktivitäten beschränken sich nicht auf diese drei Destinationen und den Gesundheitstourismus. In diesem Jahr spielt ein bemerkenswertes Jubiläum eine große Rolle: 25 Jahre ist es jetzt her, dass der Eiserne Vorgang löchrig wurde und viele DDR-Bürger über Ungarn in die Freiheit stürmten. In Sopron entsteht aus diesem Anlass ein Museum des Eisernen Vorhangs.

Advertisements

Aktionen

Information

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: