Tagebuch: Luxus

1 05 2014

Donnerstag, 1. Mai 2014

Berlin eine Stadt des Luxus? Da denkt man doch eher an Historie oder Kunst und an das preiswerte Berlin. Aber das Bild trügt. Der Luxus-Tourismus ist für Berlin von großer Bedeutung. „Luxusreisende sind nur eine kleine Gruppe von Ankünften“, räumt Burkhard Kieker ein, Geschäftsführer von visitBerlin, „aber sie sind weltweit Meinungsbildner und setzen Trends.“

Luxus

Kieker [links] und Upchurch sind mit dem Luxus-Angebot der Stadt zufrieden.

Mode, Schmuck, Lederwaren und Elektronik sind es in erster Linie, was gut betuchte Berlin-Touristen konsumieren. Bei den Ausgaben sind die Chinesen führend: Sie geben mit durchschnittlich 594 Euro pro Einkauf am meisten aus, gefolgt von Besuchern aus der Ukraine (430 Euro) und Russland (366 Euro). Auch Araber (331 Euro), US-Amerikaner (338 Euro), Schweizer (253 Euro) und Brasilianer (241 Euro) lassen bei ihren Einkäufen viel Geld in der Stadt. „Wenn Chinesen kommen, schließen die Kudamm-Juweliere“, erzählt Kieker, „natürlich mit den Chinesen im Laden“.

Paris Hilton mit Einkaufstüten

In dieses Bild passt, dass jetzt der weltweit führende Verband internationaler Veranstalter von Luxusreisen, Virtuoso, sein jährliches Symposium zum ersten Mal in der deutschen Hauptstadt ausgerichtet hat. 500 Teilnehmer reisten aus 38 Ländern an und genossen die Stadt. Im Virtuoso-Verband sind mehr als 330 Agenturen mit über 7.200 Elite-Reisespezialisten in 20 Ländern in Nord- und Südamerika, in der Karibik, Australien und Neuseeland Mitglied, sowie 1.250 der weltbesten Hotels, Reiseanbieter und Top-Destinationen.

„Das Wort Luxus ist in der Welt von heute als Wort problematisch“, gibt Matthew D. Upchurch zu, Geschäftsführer des Virtuoso-Netzwerks, „man stellt sich dabei Paris Hilton mit einem Haufen Einkaufstüten vor.“ Aber es sei nicht die Einkaufskraft, die hinter der Idee von Luxusreisen stecke, sondern das Genießen. Und genossen hat Upchurch die vier Tage in der Stadt. Jetzt ist er zu seiner Tochter nach Paris gereist: „Und der werde ich sagen, dass sie unbedingt nach Berlin reisen soll.“ Es darf damit gerechnet werden, dass der Papa der Tochter vor dem Berlin-Trip ein wenig Kleingeld zusteckt.

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