Tagebuch: Kontraste & Rekorde – Plädoyer für ein Emirat: Abu Dhabi I

24 05 2014

Samstag, 24. Mai 2014

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Für Abu Dhabi ist dieses Bild typisch wie kaum ein anderes. Im Hintergrund reiht sich unübersehbar ein Wolkenkrater an den anderen. Im Vordergrund findet sich ein Rest von Tradition. Das größte der Vereinigten Arabischen Emirate hat wie Dubai längst, oder genauer: seit der Entdeckung der Ölvorkommen in den 1960-er Jahren, den Weg in die Zukunft angetreten. FlaggeDennoch hat sich ein großer Rest vor Ursprünglichkeit erhalten. Das liegt nicht zuletzt an der Größe des Landes. Abu Dhabi, das Land, nimmt 70 oder gar 80 Prozent [hierzu existieren unterschiedliche Daten] der VAE ein. Abu Dhabi, die Stadt, erstreckt sich nicht nur auf das Festland, sondern auch auf eine ganze Reihe natürlicher und künstlicher Inseln. Die Emirati sind ja Meister im Aufschütten von Inseln; das berühmteste Schütt-Werk ist die „Palme“ in Dubai.

Wenn ich wählen dürfte, ob ich im faszinierenden Emirat Dubai oder in Abu Dhabi-Stadt leben wollte: Ich würde Abu Dhabi wählen. Hier ist weniger Protz zu finden. Hier sind die Dimensionen noch menschlicher geblieben. Hier haben Bewohner und Besucher auch im Schatten der Hochhäuser mehr Platz als in Dubai. Und Abu Dhabi ist überraschend grün. Die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate bemüht sich, die grünste Stadt der Arabischen Halbinsel zu werden.

Skyline

Verlauf

Abu Dhabi ist eine Stadt und ein Land der Kontraste: Skyscraper, Hotelpaläste, Moscheen, hypermoderne Vergnügungseinrichtungen, Wasser und Wüste, das alles liegt dicht beieinander. Ganz Nebenbei ist Abu Dhabi, die Stadt, eine Stadt der Rekorde. Über 600 Moscheen stehen in der Stadt mit ihren 600.000 Bewohnern, von denen übrigens 80 Prozent keine Emerati sind, sondern – nennen wir es so – Gastarbeiter. Seit einiger Zeit erschallt der Ruf des Muezzin nicht sechshundertfach aus den Lautsprechern der Minarette, sondern in einer Fassung, zentralgesteuert. Auch das ist Fortschritt.

Moschee xxx

Eine der vielen Moscheen ist wohl die größte Attraktion der Stadt. Es ist die schneeweiße Scheich Zayed Moschee, benannt nach Emir Zayed [man findet auch die Schreibweise Zayid] bin Sultan Al Nathyan. Der vor zehn Jahren gestorbene, geniale und weitsichtige Modernisierer des Landes war Mitbegründer der VAR und seit der Gründung 1971 bis zum Tod deren erster Präsident.

Horst in MoscheeMoschee LeuchterDie Moschee wurde nach elfjähriger Bauzeit 2007 eröffnet. Sie darf täglich außer am Freitagsmorgen zum Freitagsgebet auch von Besuchern besichtigt werden, 41.000 von ihnen kann sie aufnehmen. Das gigantische Bauwerk sprengt noch zahlreiche weitere Rekorde. Es bedeckt eine Fläche von 224 mal 174 Metern. Vier Minarette, je 107 Meter hoch, kündigen die Moschee schon von weitem an. 40 kleine Kuppeln schmücken den Bau. Die Hauptkuppel ist 75 Meter hoch und mit einer Spannweite von 32 Metern die größte Moscheekuppel auf dem Globus. Sieben Kronleuchter, die in Deutschland hergestellt und mit Swarovski-Kristallen verziert sind, schmücken den Bau. Der größte hat einen Durchmesser von zehn Metern und ist 15 Metern hoch – und damit der größte Kronleuchter der Welt.

Und da ist noch ein Rekord: 200 Frauen haben zwei Jahre lang im Iran den größten Teppich der Welt – was sonst! – gewebt und drei Monate an Ort und Stelle zu einer Fläche zusammen genäht. Ein Meisterwerk!

– Weitere Plädoyers für Abi Dhabi folgen. –

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