Tagebuch: Wo Leute Schlange stehen

6 06 2014

Freitag, 6. Juni 2014

Genau ein Jahr ist es her, dass Etihad Airways, die Fluggesellschaft mit Sitz in Abu Dhabi, den ersten Flug zwischen der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate und Deutschland durchführte. Die erste Verbindung wurde zwischen Abu Dhabi und München aufgelegt. Ein Jahr später kam eine Verbindung nach Frankfurt hinzu, ab Dezember 2011 folgten Flüge zwischen Düsseldorf und Abu Dhabi. Seitdem hat Etihad auf diesen drei Strecken über 2,7 Millionen Fluggäste befördert. Mittlerweile ist die Fluggesellschaft an airberlin beteiligt. Die Fluggesellschaft nennt das eine „strategische Partnerschaft“.

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Etihad-Innovationszentrum

B2BKürzlich habe ich in Abu Dhabi das Hauptquartier des Carriers besucht, bzw. sein „Innovationszentrum“. Eindrucksvoll demonstrierte die Fluggesellschaft die neue Kabinenausstattung der Boeing 787 [„Dreamliner“] und des A 380 – raffiniert in der Platzaufteilung und farbig. Das Gesamtkonzept, das unter dem Motto „simply smarter“ läuft, ist nicht nur beeindruckend, sondern auch überzeugend.

Sobald die Maschinen mit dieser Ausstattung abheben, sieht die Konkurrenz alt aus.

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Das künftige Innenleben der Bordtoiletten

Sechs Jahre habe seine Firma an dem Konzept gearbeitet, sagt Peter Baumgartner, Chief Commercial Officer und damit zweitmächtigster Mann der Fluggesellschaft. Er ist sichtlich stolz auf die „schönsten Kabinen, die fliegen“. Innovationen in die Economy-Klasse seien „schwierig, da so wenig Platz zur Verfügung steht“. Die Fluggesellschaft hat bei Entwicklungen – z.B. der neuen Kabinenausstattung – ein strenges Kostenreglement. Zuerst wird festgelegt, wieviel Platz zur Verfügung steht, dann erst werden Gespräche mit Designern geführt. „Unser Know How steht allen Partnern zur Verfügung“, betont Baumgartner, die Partnergesellschaften können sich auch für diese Ausstattung entschließen. Baumgartner: „Dann entfallen Entwicklungskosten.“ So ist es „sehr wahrscheinlich“ [Baumgartner], dass auch airberlin diese Ausstattung erhält.

Apropos: Dem Finanzboss der Fluggesellschaft scheinen die Millionen nicht leid zu tun, die Etihad in airberlin steckt: „Das ist nichts im Vergleich zum Zusatzverkehr, der für uns durch airberlin erreicht wird.“ Ein starker Satz – und ein klares Bekenntnis.

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Peter Baumgartner

Und noch ein starker Spruch: „Die Leute stehen Schlange, um bei Etihad zu arbeiten!“ Zurzeit hat Etihad 18.000 Mitarbeiter aus 140 Nationen, vor neun Monaten waren es noch 9.000. Bis 2020 werden es 28.000 Mitarbeiter sein. Baumgartner über das Wachstum seiner Firma: „Im Moment bin ich beruhigt.“

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