Tagebuch: Neue Liebe Sofia – Bulgarien I

15 09 2014

Montag, 16. September 2014

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Ich hätte es wissen müssen: Der Titel der Pressereise durch Bulgarien war schon verräterisch. Er lautete: „Kultur- und Dorftourismus mit zusätzlichen Akzenten Gourmet und Verkostung bulgarischer Weine“. Ja, watt denn nu? Mir war klar, dass da einiges nicht zusammen passte. Gut gemeint ist nicht immer gut geplant.

Damit Sie mich richtig verstehen: Ich bin ein typischer, hauptberuflicher Reisejournalist, das heißt, ich reise, um darüber zu schreiben und mit diesen Meldungen, Berichten und Reportagen Geld zu verdienen. Ich reise nicht [nur] zum Vergnügen. Entsprechend groß sind meine Ansprüche – und die meiner Kolleginnen und Kollegen – an das Programm einer Pressereise.

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Lästerzungen behaupten, dass ich einer der wenigen Reisejournalisten bin, die sich über Fehler in Reiseplanung und –betreuung freuen. Da ist etwas dran. Denn ich baue sie als Demos in meine Vorlesungen und Seminare ein – aber nicht, um mich über die Gastgeber lustig zu machen, sondern den Studierenden und Seminarbesuchern Tipps zu geben, wie Pressereisen perfekt organisiert werden.

Sofia, die erste Station, war für mich eine große Überraschung. Ich war schon oft an der Schwarzmeerküste, davon mehrere Male vor dem Fall des Eisernen Vorhangs im Auftrag der Stiftung Warentest, aber noch nie in der Hauptstadt. Die 1,3-Millionen-Stadt ist eine pulsie-rende Metropole mit vielen repräsentativen Großbauten, von denen zahlreiche aus der stalinistischen Periode stammen – aber sozusagen im „gemäßigten Zuckerbäckerstil“ errichtet sind. Ein Fotostop ist vor dem Präsidentenpalast angesagt, wo stramme Soldaten – im Sommer in weißer, im Winter in grauer Uniform – Wache schieben. Natürlich ist auch die mächtige Alexander-Newski-Gedächtniskathedrale ein unverzichtbares Fotomotiv. Das Wahrzeichen der Stadt wurde von 1904 bis 1916 erbaut und fasst 5000 Gläubige.

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Vor dem Nationaltheater tanzen Paare nach der Musik aus dem Ghettoblaster. Auffallend schöne Mädchen und Frauen bevölkern die Stadt. In der Fußgängerzone Vitoshastraße tobt der Bär. Mit den vielen kleinen, bunten Läden, den alternativen Cafés, der Street Art gleicht so manche Ecke Sofias dem Berliner Bezirk Kreuzberg. Ich habe mich verliebt in Sofia, ich komme wieder!

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