Tagebuch: DRV at its best

8 12 2014

Meine durchaus subjektiven Eindrücke von der 64. Jahrestagung des Deutschen ReiseVerbandes in Abu Dhabi

Montag, 8. Dezember 2014

Nun ist sie also Geschichte, die Jahrestagung des Deutschen ReiseVerbandes. Es war die 64., die 65. findet nächstes Jahr in Lissabon statt. Und wie war‘s? Die Antwort auf die kurze Frage fällt länger aus. Wenn es dennoch eine Kurzfassung sein muss: gut, sehr gut. Die beiden Nachtflüge, der Klimaunterschied, die drei Stunden Zeitunterschied: Die Strapazen haben sich gelohnt.

Zur Langfassung, ein wenig sortiert.

Flüge und Transfer: Nicht gerade die Vollendung der Kundenpflege waren die beiden Nachtflüge von Air Berlin. Freundliches Personal, aber viel zu enge Bestuhlung. Das machte selbst mir mit 172 Zentimeter „Größe“ zu schaffen. Und kein Frühstück beim Hinflug: Leute, was habt Ihr Euch dabei gedacht? Und dann die Passkontrolle: eineinhalb Stunden Wartezeit. Chaos beim Transfer. Von der Ankunft auf dem Flughafen bis zum Betreten des Hotelzimmers mit allerletzter Kraft vergingen vier Stunden. Ich fühlte mich nicht willkommen.

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Auch beim Rücktransfer lief’s nicht gut: Der Fahrer setzte uns weit vom Schuss ab, und so irrten wir durch die Ankunftshalle, um die Abflughalle zu finden. Mal hierhin, mal dahin wie in einer Komischen Oper. Wir fanden das aber gar nicht komisch – kein Hinweisschild, keine Mitarbeiterin vom DRV-Service. Und bei jeder Frage nach dem Weg wurden wir ein eine andere [falsche] Richtung geschickt.

Aber während der Tagung klappten die Transfers vorzüglich, was ja keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist.

Die Hotels: Darüber war nur Lob zu hören – und das von Touristikern, bei denen oft die Klage der Gruß ist, um ein altes Branchen-Sprichwort abzuwandeln [„Der Gruß des Hoteliers ist die Klage“]. Das Tagungshotel war das St. Regis, im Tagungsbereich mit großzügigen Raumfluchten ausgestattet. Perfekt! Wir Journalisten wohnten im nur ein paar Minuten entfernten Park Hyatt, das mir architektonisch besser gefiel. Der Service war vollendet. Beim Weg von meinem Zimmer zur Rezeption hatte ich die Befürchtung, mir einen Wolf zu laufen. Doch Bilanz nach vier Tagen: nichts passiert.

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Das Programm: Reisen in einer Welt der Krisen und Kriege und Digitale Reisewelt waren die beiden Themenstränge, die sich mit hoher Geschwindigkeit durchs Tagungsprogramm zogen. Sie waren so spannend, dass ich kaum meinen Platz am Pressetisch verließ und nur die Kaffeepausen zum Netzwerken nutzte. Nun, es gab beim Thema Digitale Reisewelt leichte Dopplungen bei Vorträgen und Diskussionen, aber das schadete nicht.

Moderation: Die Selbstverliebtheit des Moderators war Geschmacksache. Dazu kein Wort mehr…

Der Präsident: Der neue DRV-Präsident Norbert Fiebig gab sich nicht locker. Er  w a r  locker, erstaunlich locker. Das gefiel nicht nur mir. Seine Wahl hatte mit fast 100 Prozent DDR-mäßig aus :-). Aber im Ernst: Das ist natürlich ein guter Start für den neuen Präsidenten, den ich seit vielen Jahren schätze, wirklich schätze. Seine Grundsatzrede war schnörkellos und erstaunlich/erfreulich politisch.

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Wer ihm allerdings den Satz hineingeschrieben hat, die Reisehinweise und Reisewarnungen sollten „künftig stärker unter den wichtigsten europäischen Regierungen abgestimmt werden“, bleibt ein Rätsel. Hier widersprach ein Fachmann aus dem Auswärtigen Amt in einem Fachforum energisch. Das Forum war übrigens das spannendste, das ich je auf einer DRV-Tagung erlebt habe.

Noch etwas kommt mir Spanisch vor: Mit herzlichen Worten verabschiedete der Präsident den bisherigen DRV-Hauptgeschäftsführer. Doch der neue im Amt wurde weder erwähnt noch dem Plenum [oder der Presse] vorgestellt. Schlecht ist, wer Schlechtes denkt. Dann bin ich mal schlecht: Ob der Stuhl des Neuen wackelt, frage ich mich.

Presse: Das Ein-Mann-ein-Frau-Team Torsten Schäfer und Sibylle Zeuch leistete wieder Hervorragendes. Immer auf Trab, immer zur Stelle. Reiseveranstalter würden zu solch einem Anlass mit vier, fünf Pressemitarbeitern anrücken. Chapeau, Torsten und Sibylle!

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Zielgebietsworkshops: Das ist ein hochtrabendes Wort für ganz normale Ausflüge. Da wurde nur das Dargebotene [je nach Ausflug mehr der weniger] genossen, von Workshop keine Spur. Ob die Namensgebung steuerliche Gründe hat?

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Abendveranstaltungen: Da wurde einiges geboten. Unbestrittener Höhepunkt war der Galaabend im Emirates Palace Hotel. Laser, Licht und lauter gutgelaunte Teilnehmer. DRV-Jahrestagung at its best.

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Ich freue mich auf Lissabon.

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