Tagebuch: Fotos von vorne

22 02 2015

Sonntag, 22. Februar 2015

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Wenn Europäern zum Stichwort Mongolei etwas einfällt, dann ist es ein Klischee. Wilde Horden von Reiternomaden preschen durch Zentralasien. Ihr Anführer Dschingis Khan verbreitet Furcht und Schrecken. Anfang des 13. Jahrhunderts einigt er die Mongolenstämme und schafft ein riesiges Reich.

Wer reist in die Mongolei, Partnerland der ITB Berlin 2015 vom 4. bis 8. März ? Für welche Urlauber ist die Mongolei das ideale Ziel, was erwartet sie in dem Land, das viereinhalb Mal so groß ist wie die Bundesrepublik? Auf diese Fragen geben die Aussteller aus der Mongolei in Halle 26.c und Experten des Landes auf dem ITB Kongress Antworten.

Im Vorfeld der ITB veranstaltete die Messe Berlin jetzt eine Pressekonferenz. Im Filmmuseum am Potsdamer Platz erwarteten die Teilnehmer der Nachbau einer Jurte, jener zeltartigen Wanderbehausung der Nomaden, eine Drei-Mann-Band und zwei junge Damen in landestypischer Tracht. Als ich diese fotografieren wollte, wurde mir bedeutet, dass ich keine Fotos von der Seite machen dürfe, das bringe den Abgelichteten Unglück.

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333Botschafter Bolor Tsolmon, so hieß es, werde zu Beginn der Pressekonferenz über sein Land sprechen. Oh je, dachte ich, solche Botschafterreden kenne ich, viel guter Wille, aber nix viel Deutsch und viel Blabla. Von wegen! Der Botschafter sprach fließend Deutsch und gab äußerst sympathisch einige Facts über sein Land zum Besten.

Das Jahr des Pferdes ging am Tag der Pressekonferenz zu ende, jetzt begann das Jahr des Hölzernen Schafes. Am 29. Juli wird die Mongolei 25 Jahre Demokratie feiern. Das Volk hat gerade die 3-Millionen-Grenze erreicht. „Wir wollen uns auf der ITB auch als moderne Mongolei präsentieren“, sagte der Botschafter. Und: „Die Mongolei ist wie eine schöne Frau, die von Männern umworben wird.“

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Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland – damals die DDR – und der Mongolei sind 40 Jahre alt. 30.000 Mongolen sprechen Deutsch, das sind ein Prozent der Bevölkerung. Ein Zeichen der Wertschätzung: Zum Eröffnungsabend der ITB kommen reisen der Präsident des Landes an, der Außenminister, die Tourismusministerin und der Oberbürgermeister der Hauptstadt Ulanbaataar.

Die Mongolei ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt. Der Tourismus bringt fünf Prozent des Bruttosozialprodukts. Botschafter Tsolmon: „Bis 2020 sollen es 15 Prozent sein.“ Die Deutschen dürfen seit kurzem ohne Visum einreißen – wie die Bürger von 41 anderen Ländern auch.

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