Tagebuch: …auf den zweiten Blick – Belgrad V

22 04 2015

Dienstag, 21. April 2015

Nö, Liebe auf den ersten Blick war das nicht zwischen Belgrad und mir. Nie bei meinen sechs, sieben Besuchen in der Stadt. Aber kaum war ich da, schlich sie sich ein – die Zuneigung, sozusagen die Liebe auf den zweiten Blick.

So war es auch kürzlich. Über das Kronprinzenpaar im Schattendasein, Tito den Unsterblichen, über die Hoteleröffnung des Radisson Old Mill, das perfekte Programm einer perfekten PR-Agentur, über die netten Kollegen habe ich schon mehrfach berichtet. Drum heute nur – zum Abschluss meiner Belgrad-Reminiszenzen – ein paar Impressionen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Fahrt mit einem Oldtimerbus mit Musik. Der lässt sich mieten. Die Musiker auch. Das Fahrzeug stammt von 1938, der Fahrer ist noch drei Jahre älter.

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Die Belgrader Festung ist – buchstäblich – die größte Sehenswürdigkeit der Stadt. Im Kern wurde sie im 15. Jahrhundert erbaut, die Erweiterungen stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das Gelände ist ein herrliches Spaziergebiet. Abends ist nahezu jede Bank von einem schmusenden Pärchen belegt. Herrlich ist der abendliche Blick auf Fluss und Stadt.

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Prächtige Gebäude aus der Gründerzeit stehe in Belgrad – und besonders markante=schlechte Beispiele sozialistischer Architektur. Aber die prächtigen Gebäude überwiegen [gefühlt]. Hier der Bau der Serbischen Akademie von 1921.

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Was den Berlinern ihr BER ist, ist den Belgradern die Kathedrale Sveti Sava. Sie ist gigantisch, in den Ausmaßen etwa der Hagia Sophia in Istanbul vergleichbar. 1935 wurde nach jahrzehntelanger [!] Planung mit dem Bau begonnen, aber Krieg und Kommunisten brachten eine Unterbrechung bis 1985. Seitdem wird weitergebaut, wie lange der Bau noch dauert, weiß niemand. Mosaike bedecken auch Wände und Decken der großen Krypta.

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Die Zeit des Belgrad-Städtetrips reicht meist nicht, um Museen zu besuchen. Von denen besitzt Belgrad eine große Zahl, eines größer als das andere. Darunter sind auch Museen zur Kunst der Gegenwart. Dass im privaten Automobilmuseum nicht nur solch schicke Oldtimer stehen, wie auf dem Foto, sondern auch Titos Luxuskarossen, versteht sich in einer Stadt wie Belgrad von selbst.

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Auch das ist Belgrad: ein idyllischer Stadtteil, dessen Namen ich vergessen habe. Auch so etwas passiert…

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Schnappschuss aus einem Restaurant: Ein Kollege auf der Kinderschaukel

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Nachtleben, Gastronomie – ein weites Feld. Da gibt es die Skadarlija, das frühere Künstlerviertel in der Altstadt. Und das Traditionshotel Moscau – mit einem Café, in dem es unglaublichen Kuchen gibt. Das älteste Café/Restaurant der Stadt heißt ? Nein, ich habe nicht schon wieder den Namen vergessen. Es heißt: Fragezeichen. Auch dort wieder – bestellte – Musik.

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Ich muss wieder hin, nach Belgrad. Die Liebe auf den zweiten Blick vertiefen.

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