Tagebuch: Kreta, ich komme!

2 05 2015

Samstag, 2. Mai 2015

Morgen Abend [Sonntag] bin ich auf Kreta. Ich nehme an der Landrover-Adventure-Tour des traumhaft schönen Hotels Daios Cove teil. 32 Reisebüro-Vertreter, Blogger und Journalisten sind dazu eingeladen. Sie lernen fünf verschiedene Ausflugselemente kennen. Für Gäste des Hotels Daios Cove werden die einzelnen Touren-Bausteine, die in Kooperation mit dem renommierten Reiseunternehmen Land Rover Experience realisiert werden, ab 1. Juni durchgeführt, wir sind also die Vortester. „Wir wollen unseren Gästen mit diesen Ausflügen ins unbekannte Kreta einen Mehrwert bieten“, verspricht Christos Tassakos. Um die Promotion-Tour Anfang Mai durch-führen zu können, hat der tüchtige Verkaufschef eine stattliche Zahl von Unternehmen unter einen Hut bekommen.

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Kreta ist mir nicht fremd. Es ist die 25., 30. oder gar 35. Reise auf die Insel, ich habe nicht mitgezählt. Insgesamt vier Kreta-Reiseführer habe ich im Lauf der Jahrzehnte geschrieben. Die erste Reise war vor 35 Jahren, da war Kreta noch eine Destination für Kunstinteressierte, Naturfans, auf keinen Fall ein Massenziel.
Folgenden Text über Kreta habe ich für das Griechenland-Special geschrieben, das vergange-nen Montag erschienen ist:
Man muss es den Hippies der 1960-er Jahre lassen: Sie wussten um die schönsten Plätze auf dem Globus. Einer davon liegt auf Kreta: der Strand von Matala mit in den Sandstein gegra-benen Wohnhöhlen aus der Jungsteinzeit. An die Kreta-Touristen jener Tage erinnert das Hippiefestival. Mit Happenings, Theater und viel Woodstock-Musik wird es seit einigen Jah-ren in Matala abgehalten. Das Fest, das in diesem Jahr vom 19. bis 21. Juni stattfindet, ist für viele Kreta-Touristen eine Überraschung. Gleiches vollbringt die Ausstellung „Landwirtschaft-licher August“ in Chania, bei der sich Besucher satt sehen und essen können an kretischen Spezialitäten und Produkten: Olivenöl, Kräuter, seltene Gewürze und Tees, Früchte wie die auf Kreta angebaute Avocado, feinste Gemüsesorten und süße Speisen.

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Kein Zweifel: Die Krise hat auf Kreta zur Rückbesinnung geführt. Von Besuchern einst geprie-sene Tugenden wie die überwältigende Gastfreundschaft haben in Touristenzentren Einzug gehalten. Veranstalter bescheinigen den kretischen Gastgebern erheblich verbesserten Ser-vice. Überall an der eintausend Kilometer langen kretischen Küste besinnen sich Wirte auf traditionelle Kost und erfreuen ihre Gäste mit alten Rezepten und Traditionen rund um das Essen. „Unsere eigene ‚Kulinarische Rundreise‘, bei der individuell reisende Gäste traditio-nelle, oftmals unbekannte Gerichte in ausgewählten Tavernen genießen, gehört zu den High-lights in unserem Kreta-Programm“, schwärmt Michael Karavas, Griechenland-Pionier und Chef von Attika Reisen. Auch Ausflüge zu kretischen Weingütern sind gefragt.
Kreta ist bei aller landschaftlicher Schönheit und den vielen Sehenswürdigkeiten – 550 Bade-buchten, 500 Höhlen, 60 Berge mit Gipfeln über 2000 Meter, über 400 Vogel- und 1700 Pflanzenarten, 20 Millionen Olivenbäume, 120 Museen – alles andere als eine touristische Idylle. Die Insel besitzt über 20 Prozent aller griechischen Hotelbetten. Viele Quartiere sind im 2- oder 3-Sterne-Bereich angesiedelt, am anderen Ende der Skala gibt es auch über 70 5-Sterne-Häuser. Vergangenes Jahr reisten über 3,6 Millionen Gäste nach Kreta, allen voran die Deutschen mit weit über 600.000. Vier von zehn Urlaubern verbringen innerhalb der nächsten ein, zwei Jahre ihre nächsten Ferien wieder auf dieser Insel.

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Seit Jahren hält die Insel bei den meisten deutschen Griechenland-Anbietern den Spitzenplatz auf der Topliste der beliebtesten Hellas-Destinationen. Auch in diesem Jahr erweitert die deutsche Reisebranche ihre Kontingente, um die weiter wachsende Nachfrage zu befrie-digen. Alltours hat das Kreta-Portfolio um 30, die TUI ihres um 33 Häuser erweitert. Das An-gebot aller TUI-Marken auf Kreta umfasst jetzt 200 Hotels. Ein Wehrmutstropfen: Die Flug-häfen der Insel halten mit dieser Entwicklung nicht Schritt. Der Hauptflughafen bei Heraklion platzt aus allen Nähten. Wie andere Zielflughäfen auf den großen griechischen Inseln auch müsste er „dringend modernisiert und erweitert werden“, kritisiert Produktmanagerin Da-niela Köhler von Thomas Cook. Deshalb hat die TUI auch jetzt den kleineren Airport wieder-entdeckt. Mit neuen Hotels will sie diese Region für sich erobern.

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