Tagebuch: Totgesagte leben länger

15 06 2015

Montag, 15. Juni 2015

Durchaus erfreuliche Notizen von der asr-Tagung „Denkfabrik“

Totgesagte leben länger. Weiß man doch. Und wer wurde und wird in der Branche totgesagt? Der asr, die Allianz Selbständiger Reiseunternehmen. Also lebt er – und wie. Das hat er am Samstag mit der Denkfabrik bewiesen, einer fulminanten Tagung rund um das Thema Digitalisierung.

[Das schreibe ich nicht, weil Sabine Neumann, Mitinhaberin des Redaktionsbüros Schwartz, für die asr-Tagung Pressearbeit gemacht hat. Ich war, was die Tagung betrifft, eher skeptisch. Ich bin den ganzen Tag dabei gewesen und kann mir ein unabhängiges Urteil erlauben – auch wenn das vielleicht ein wenig parteiisch aussieht. Alles klar?]

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Läuft alles gut? asr-Vizepräsident Jochen Szech, Schatzmeisterin Constanze Weiß, Gabriele Baumgarten-Heinke und Johanna Kállai von der asr-Geschäftsstelle

Fast alles war stimmig an der Tagung. Die Location war originell, der Pfefferberg, ein früheres Brauereigelände mit zahlreichen Gebäuden, einen Backpackerhotel auf dem Gelände, einem Restaurant und einem Theatersaal, in dem die Plenum-Veranstaltungen stattfanden. Auch die Organisation klappte hervorragend, von den Teilnehmermappen bis hin zu Pfeilen Richtung WC war alles gut vorbereitet. Und da waren gute Referenten, die in der Lage waren, bei diesem Thema Vorbildfunktion zu übernehmen. Lebende Best practise-Beispiele beispielsweise, die in der Podiumsdiskussion zum Thema „Reiseverkauf“ und in Workshops ihr Wissen weitergaben – und ihre Begeisterung.

Das wurde klar herausgearbeitet: Ohne Begeisterung, ja Leidenschaft kann das Thema Digitalisierung nicht angegangen werden. Dann ist es nur eine Last. Aber dann ist eine Chance vertan.

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Workshop zum Thema „Qualitätssicherung: Was tun, damit Kunden Qualität wahrnehmen?“ mit Thomas Dippe

Workshops gab’s beispielsweise zu den Themen Kreatives Marketing, Digitalisierrte Arbeitswelt, Qualitätssicherung und Werben um Talente. Sternstunde war ohne Zweifel der Workshop „Technische und soziale Innovationen“ mit Timo Iserlohe, Vorsitzender des asr-Ausschusses Reisemittler, und Michael Buller, Vorsitzender des VIR – Verband Internet Reisevertrieb . Der war in seinem Element, entlockte den 50 Teilnehmern durch die Verquickung von privaten Vorlieben und Hobbys und ihrem Reisegeschäft neue Reiseideen und ermunterte sie, diese im eigenen Betrieb umzusetzen.

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Michael Buller war in seinem Element

Moderiert wurde die Veranstaltung von Vivien Manazon [Training, Couching, Vorträge], die ihre erste Podiumsdiskussion mit Bravour über die Bühne brachte. Eine kleine Prise Zuwendung könnten die von ihr anmoderierten Referenten noch vertragen, aber das lässt sich bei so viel Talent leicht einüben.

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Moderiert wurde die Veranstaltung von Vivien Manazon [oben rechts und unten]

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Also Friede Freude Eierkuchen? Nicht so ganz. Denn Marija Linnhoff [Foto unten] gehörte zu den Teilnehmern, die streitbare und umstrittene Inhaberin des gleichnamigen Reisebüros. Sie stellte in Netzwerkgesprächen am Rande der Tagung noch einmal klar, dass sie als Präsidentin kandidiert, wenn im Herbst Neuwahlen zum asr-Präsidium anstehen. Das bereitet nicht wenigen asr-Mitgliedern schon jetzt heftige Kopfschmerzen. Aber auch Kopfschmerzen belegen, dass man lebt.

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