Tagebuch: Edelgemüse

19 06 2015

Freitag, 19. Juni 2015

Beelitz im Fläming ist Deutschlands drittgrößtes Spargelgebiet

Wow! Die ersten Pressemeldungen, die wir für den Fläming geschrieben haben, sind raus! Das ist immer ein schönes Gefühl. Zuerst einmal der Fläming. Die Reiseregion Fläming ist weit über ihre Grenzen als Wandergebiet und durch die Flaeming-Skate bekannt. Er ist eine länder- und kreisübergreifende [!] Reiseregion und liegt südlich von Berlin im Städtedreieck Berlin/Potsdam, Magdeburg und Leipzig. Sie schließt die Brandenburger Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming und in Sachsen Anhalt die Landkreise Jerichower Land, Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg ein. Mit 1,2 Millionen Übernachtungen und knapp 500.000 Gästen im Jahr 2014 zählt der Fläming zu den stärksten Reiseregionen in Brandenburg. Der Tourismusverband Fläming e.V. ist die touristische Marketingorganisation des Fläming und hat seinen Sitz in der Spargelstadt Beelitz.

Und da bin ich beim Thema: Spargel. Hier der Text der ersten Pressemeldung rund um das Thema Spargel:

In der Spargelzeit sind die schlanken weißen Gemüsestangen aus der Spargelstadt Beelitz in aller Munde. 15 Spargelbetriebe locken jährlich zahllose Touristen aus Nah und Fern, die Reiseregion Fläming mit dem Edelgemüse als Exportschlager südlich von Berlin an Ort und Stelle zu besuchen. Einige der familiengeführten Unternehmen wie der Spargelhof in Klaistow haben ihre Produktionsstätten zu regelrechten Freizeitparks aufgerüstet, andere wie die Landwirtsfamilie Syring oder die Brüder Jakobs servieren typische Spargelgerichte im gemütlichen Hofrestaurant. Dass der Spargel auch über Johanni hinaus im Fläming ein Kultgemüse bleibt, dafür sorgt Kerstin Weiße. In ihrem Gesundheitsgarten in Sernow wächst Spargelsalat – die ganze Saison.

Antonia Hasler, Marktleiterin Food Assembly und Kerstin Weiße  - Foto Sabine Neumann

Antonia Hasler [links], Marktleiterin Food Assembly, und Kerstin Weiße

6.000 Quadratmeter bewirtschaftet Kerstin Weiße. Der Wunsch, einen Garten als Selbstversorgung mit gesundem Obst und Gemüseanbau zu betreiben, kam der Berlinerin in der Lebensmitte. Dass sie ihren Traum, in Gesundheit auf dem Land zu leben, im Niederen Fläming verwirklicht, ist Zufall. Mit ihrem Mann fand sie in Sernow ein bäuerliches Anwesen, das zum Verkauf stand. Dort baut sie robuste und alte Gemüsesorten organisch in ausgewogener Fruchtfolge an. Eine der Delikatessen ist Spargelsalat, ein im Geschmack kräftiger Blattsalat. Im Beet gezüchtet, wächst aus seiner Mitte ein Strunk, der wie eine Spargelstange aussieht. Er ist essbar und schmeckt gedünstet wie Spargel. Im Gegensatz zu den Spargelbauern, die ihre Spargelpflanzen zehn bis 15 Jahre ernten können, ist die Aufzucht von Spargelsalat mühsam. Kerstin Weiße muss die Pflanzen immer wieder aussähen. Was über ihren Eigenbedarf hinausgeht, verkauft die Bio-Gärtnerin auf Märkten und seit neuestem online über die Plattform Food Assembly. Dort kaufen Menschen, die wissen wollen, woher ihre Lebensmittel kommen, direkt von Landwirten und Erzeugern aus der Region.

Einmal in der Woche fährt Kerstin Weiße, die Mitglied im Verbund Ökohöfe Nordost e.V. ist, nach Berlin und übergibt ihre Gemüse- und Küchenkräuter, Tees, Würzsträußchen, Salate und Sommer-blumen direkt an die Käufer. Unter dem Motto „Gib Deinem Bauern die Hand!“ unterstützt der „neue Bauernmarkt“ kleinste Erzeuger und Manufakturen aus dem Brandenburger Umland, sich zu vernetzen und Käufer in der Stadt zu finden. Wenn Kerstin Weiße mit Kunden spricht, wird sie zur Tourismuswerberin. Sie animiert Städter zum Ausflug in den Fläming, um bei ihr Gemüse und Kräuter direkt aus dem Beet zu ernten, z.B. auf der Durchreise ins südliche Brandenburg oder den Spreewald. Für Wohnmobilisten bietet sie einen kostenfreien Stellplatz, um im Gesundheitsgarten „zu verweilen, die Schönheit und Dynamik der Natur zu betrachten und längst vergessene Gemüsesorten zu bestaunen.“ Tipps zur Zubereitung verrät die Gesundheitsberaterin dazu.

Hinweisschild auf Spargelmuseum in Beelitz, OT Rieben -  Foto Sabine Neumann

Als Zentrum des Qualitäts-Spargelgebiets hat sich das Städtchen Beelitz, Sitz des Tourismus-verbands Fläming, den Titel Spargel-Hauptstadt zugelegt. Die Region zählt zu den wichtigsten Spargelzentren in Deutschland. Seit über 150 Jahren wird hier Spargel angebaut, der lockere, sandige Boden der Mark verleiht ihm seine Qualität. Personalintensiv ist das Spargelstechen von Hand, viele gebückte Gestalten hocken in den Feldern, die mit glänzenden Folien die Landschaft prägen. Zur Verarbeitung des frischen Spargels wird computergesteuerte Technik eingesetzt, die auf großen Spargelhöfen besichtigt werden kann.

An der Spargelsortieranlage  - Foto Sabine Neumann

Dass Besucher den Beelitzer Spargel am liebsten vor Ort verzehren, ist Verdienst der Spargelbetriebe. Zur touristischen Attraktion herangereift bieten sie entlang der Spargelstraße verschiedene Restaurants, Souvenirgeschäfte und Kinderspielplätze. Im Beelitzer Spargelmuseum, einem restaurierten lehmgeschlemmten Bauernhaus, verrät der Spargelverein alles, was mit Historie und Entwicklung des Edelgemüses zusammenhängt. Selbstverständlich hat Beelitz eine Spargelkönigin. Sie heißt Dana Beiler, besitzt eine eigene website und vertritt ehrenamtlich die Spargelregion mit Charme und Verstand.

„Der Spargel ist wahrlich der König aller Gemüse“, hat einst Johann Wolfgang von Goethe in sein Tagebuch geschrieben, „bedauerlich nur, dass seine Herrschaft so kurz währt.“ Er trifft den Nagel auf den Kopf: Wenn Ende Juni die Spargelzeit vorbei ist, beginnt auf den Spargel-höfen die Zeit der Erdbeeren, Heidelbeeren und später der Kürbisse. Mit dem Anbau und Vertrieb verschiedener Obstsorten verlängern sie die Saison. Im Gegensatz zum Spargel, der sehr empfindlich ist, dürfen Besucher in den meisten Betrieben selbst ihr Obst vom Feld pflücken – wie die Besucher im Gesundheitsgarten von Kerstin Weiße.

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