Tagebuch: der Bötig

10 09 2015

Donnerstag,10. September 2015

Drei Punkte machen für mich das Buch so spannend, über das ich sprechen will: den Reiseführer „Lüneburger Heide“ von Klaus Bötig, erschienen als Reise-Taschenbuch. Erstens: der Verlag. Für Dumont habe ich selbst mal, lang, lang ist’s her, Reiseführer geschrieben – zweimal „Kreta“ in der Reihe RichtigReisen, in derselben Reihe einen Führer „Bornholm“ und einen „Bornholm“-Führer als Reise-Taschenbuch.

Dann die Lüneburger Heide. Als ich mich vor 34 Jahren selbständig machte und das Redaktionsbüro Schwartz gründete, habe ich in den ersten zehn Jahren – unter anderem – Pressearbeit für den Fremdenverkehrsverband Lüneburger Heide gemacht, Jeden Monat erschien ein Pressedienst. Ich lernte die Heide, ihre Orte, die Menschen kennen und – schätzen.

Dritter Berührungspunkt: Klaus Bötig. Als ich noch – bevor ich mich selbständig machte – Leiter der Reiseredaktion der Zeitschrift „test“ war, gehörte er zu meinen Autoren. Seitdem haben wir uns ab und zu, eher zufällig, getroffen. Seinen beruflichen Weg – und das heißt: seinen Erfolgsweg – habe ich verfolgt. Klaus Bötig hat unendlich viele Griechenland-Bücher geschrieben. Er ist ein besserer Griechenland-Kenner als ich, und er ist ein besserer Griechenland-Schreiber. „Der Bötig“, das ist für jeden Greiechenland-Kenner ein Begriff.

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Und jetzt das Buch über die Lüneburger Heide. Wie bespricht man einen Reiseführer? Wenn man die Gegend kennt, die er vorstellt, ist das Checken leicht. Oder man schaut sich die Sprache an: Animiert sie zum Reisen? Oder man macht Stichprobe über Stichprobe: Irgendwo in die – hier 288 – Seiten einen Finger gesteckt und gelesen. In allen drei Kategorien kommt Klaus Bötigs Heide-Führer gut weg. Sehr gut sogar.
Geradezu verblüffend ist die Vielzahl von Informationen und Tipps. Ob Freilichtmuseum in Hösseringen [„…können Sie gut auch mit Kindern mehrere Stunden verbringen“], die Heideklöster [„Grund genug für eine Reise“] oder die Stixer Wanderdüne [„Da gehen dann Wüste und Wald eine ganz eigenartige Symbiose ein“] – nichts, aber auch gar nichts wird ausgelassen.

Satemin

Satemin

Mensch Klaus, wie lange warst Du unterwegs? [Und wie viele halbe Nächte hast Du am PC verbracht?]

Lüneburger Heide (81)

Ich muss aufhören, in dem Buch zu stöbern, sonst komme ich zu nichts anderem mehr. 288 Seiten, viele, viele Farbbilder – 17,99 Euro. Viel Buch* für wenig Geld.
[*413 Gramm, aber das habe ich nicht damit gemeint.]

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