Tagebuch: Optimismus im Nonnenkloster

29 10 2015

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Eine ungewöhnliche Location hat sich der Studienreisen-Veranstalter Gebeco dieses Jahr für die Präsentation der neuen Programme einfallen lassen: das Kloster Osiou Efraim tou Syrou, eine moderne, weitläufige Anlage am Fuß des Olymps in Nordgriechenland mit einer ganzen Schar von gastfreundli-chen, wieselflinken Nonnen. In dieser heiteren Atmosphäre zog Gebeco-Geschäftsführer Ury Steinweg positive Bilanz: Der Studien- und Erlebnisreisespezialist hat das Geschäftsjahr 2014/2015 bei konstanter Teilnehmerzahl mit einem leichten Wachstum abgeschlossen.

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Gebeco-Chef Ury Steinweg, rechts im Bild: Pressesprecherin Lena Schumann

Kopfschmerzen bereitete dem Produktmanagement das Erbeben in Nepal, die Nachwirkun-gen von Ebola, die Attentate in Tunesien und der Militäreinsatz in der Türkei, der sich nicht nur bei Rundreisen negativ bemerkbar machte, sondern auch bei Programmen mit Stopp in Istanbul. Die Türkei war den auch einer der Verlierer der abgelaufenen Saison.

Klarer Gewinner war der Iran mit verdoppelter Teilnehmerzahl. Gut im Rennen lagen auch Kuba (plus 58 Prozent), Japan (plus 31 Prozent), Griechenland (plus 28 Prozent) sowie Peru und Myanmar (jeweils mit einem Plus von 27 Prozent). Für das neue Geschäftsjahr erwartet Steinweg eine deutliche Zunahme der Fernreisen. Gewinner werden nach derzeitiger Ein-schätzung bei der Marke Gebeco Länder erleben die Destinationen Myanmar, Südafrika, Japan , Brasilien und auch wieder Kuba sein, obwohl Steinweg hier wegen der Engpässe bei den Kapazitäten mit einer steigenden Reklamationsquote rechnet.

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Die Teilnehmer der Pressekonferenz wurde köstlich bewirtet, der Service war perfekt

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86 neue Erlebnisreisen hat der Veranstalter im Portfolio. Das Angebot präsentiert er in sechs Länderkatalogen, dem „Erlebnis-Kreuzfahrt“-Katalog sowie je einem Katalog für Aktiv- und Privatreisen. Als neues Reiseziel ergänzt der Kosovo die Palette. Wieder im Katalog sind Grönland, Katar, Bahrain und La Reunion. Das Angebot an Privatreisen wurde um elf neue Arrangements erweitert, die Aktivreisen (Steinweg: „kein leichter Markt“) sogar um 20 Pro-zent. Intensiv arbeitet Gebeco jetzt mit Hauser Reisen zusammen, „denn wir haben eine ähn-liche Philosophie“ (Steinweg). So werden über 20 Prozent der Wanderreisen, darunter eine in Vietnam, gemeinsam konzipiert und angeboten.

Mit 30 neuen Studienreisen und sieben Prozent mehr Reiseterminen geht die Marke Dr. Tig-ges in die neue Saison. Zusätzlich zu den beiden Länder-Katalogen Ferne Länder und Europa ruft Dr. Tigges alljährlich ein Themenjahr aus. Diesmal sind es „Naturschätze unserer Erde“ mit elf Themenjahr-Reisen, die unter anderem nach China, Oman und Sri Lanka führen.

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Markenübergreifend werden Reisen im Euroraum ein bis drei Prozent teurer, im Dollarraum um drei bis sechs Prozent. Ausreißer sind Griechenland mit einer Preissteigerung von zehn Prozent, was vor allem auf die drastische Erhöhung von Mehrwertsteuer und Eintrittspreisen zurückzuführen ist, und Kuba. Dafür sind Reisen nach Russland im Schnitt um sieben, nach Vietnam um acht Prozent billiger. Es lag gewiss nicht nur an der heiteren klösterlichen Um-gebung, dass Ury Steinweg bei der Programm-Pressekonferenz optimistisch auf das neue Geschäftsjahr blickt: Er rechnet fest mit einem zweistelligen Wachstum.

[In leicht gekürzter Form ist dieser Bericht aus meiner „Feder“ am Montag dieser Woche in der Fachzeitschrift touristik aktuell erschienen.]

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