Tagebuch: Stibitzen im Hotel

1 12 2015

Dienstag, 1. Dezember 2015

Kennen Sie Kayak [ mit Großbuchstaben geschrieben?] Kannte ich bis heute auch nicht. Obwohl das Unternehmen nach eigenem Bekunden „die weltweit führende Reisesuchmaschine“ ist und Hunderte von Reise-Websites durchsucht, um Reisenden die Informationen zu liefern, die sie brauchen, um die besten Flüge, Hotels, Mietwagen und Reiseangebote zu finden“. Jedes Jahr bearbeitet Kayak über eine Milliarde Suchanfragen auf lokalen Websites in über 30 Ländern und 18 Sprachen. Fleißig.

Manchmal macht die Suchmaschine Untersuchungen. Wie jetzt: Sie ist der Frage nachgegangen, was welche Reisende aus welchen Ländern aus Hotels mitgehen lassen. Eine wohl nicht besonders wichtige Frage. Aber das Ergebnis ist ganz amüsant zu lesen. Also: Die Hälfte der Deutschen hat schon mal etwas aus dem Hotel mitgehen lassen, am liebsten Badezimmer-Artikel, Schreibutensilien und Magazine. „Häufigster Beweggrund: ein Souvenir von dem Aufenthalt im Hotel zu haben“, sagt die Untersuchung dazu.

CCC

Pflegeprodukte aus dem Hotel: nettes Souvenir

Im Nationenvergleich präsentieren sich die Deutschen als eher brave Hotelgäste: Zwar nimmt die Hälfte der Befragten dann und wann mal Hygieneartikel, Flickzeug oder Schreibmaterial mit – was nicht verboten ist. Eher fragliche Mitbringsel wie Kissen, Bettdecken, Gläser und Tassen – verbotene Gegenstände! – stecken jedoch die wenigsten ein.

Andere Nationen scheinen eher mutig zu sein. Hier gaben viele der Befragten an, dass auch größere Gegenstände den Weg in den Koffer finden. Besonders Reisende aus Russland, der Schweiz und Polen greifen laut der Studie zu. Im Vergleich der Nationen fällt auf, dass die Spanier größere Artikel am häufigsten mitnehmen. Mehr als 60 Prozent der Befragten gaben an, schon einmal Bettdecken, Lampen, Föhn oder Kleiderbügel mitgenommen zu haben. Mehr als die Hälfte der spanischen Befragten schreckt auch nicht davor zurück, elektronische Geräte, Badspiegel, Toilettensitz oder Vorhänge in den Koffer wandern zu lassen. Das ist eindeutig Diebstahl.

AAA

Auch ein paar Hauspantoffel mit dem Hotellogo darf man mitgehen lassen.

Die Erinnerung an den Hotelaufenthalt und ein unerlässlicher Bedarf für die nächste Reise sind die meist genannten Gründe für die Entwendung von Hotelgegenständen. „Es gibt viele Möglichkeiten, das Hotelgefühl mit nach Hause zu nehmen,“ sagt Julia Stadler Damisch, Regional Director Deutschland und Schweiz bei Kayak. Ihr Rat: „Entweder halten sich Hotelgäste an die Gegenstände aus dem Hotelzimmer, die erlaubt sind, oder sie fragen beim Personal nach Optionen, diese anderweitig zu erwerben.“ Denn viele große Hotelketten verfügen heutzutage bereits über einen Online-Store, wo quasi alle Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände für das `Rundum-Hotelgefühl für Zuhause` direkt bestellt werden können. Oder man geht in den Souvenir-Shop im Hotel. Auch der Kayak-Partner für diese Umfrage, der Online-Shop http://www.hotel4home.com, hat sich genau darauf spezialisiert und bietet Interessantes aus der Hotelwelt für zuhause. Dann fehlt natürlich der Nervenkitzel beim Stibitzen.

BBB

Nix da: Einen solchen Hotelbademantel heimlich mitgehen zu lassen, ist Diebstahl

„Schöner Bademantel“, stellen in meiner Wohnung immer wieder Besucher fest. Sie meinen das ironisch, denn sie grinsen dabei. Denn in meinem Badezimmer hängt ein dicker, flauschiger weißer Bademantel – mit unübersehbarem Hotellogo. Ich habe ihn nicht heimlich mitgehen lassen. Der Hotelier hat ihn mir, noch originalverpackt, geschenkt. Ichschwör!

Advertisements

Aktionen

Information

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: