Tagebuch: AIDA? Cool!

9 04 2016

Samstag, 9. April 2016

Nein, ein Kreuzfahrt-Fan bin ich nicht. Krawattengedöns, Captain’s Dinner, Geprotze an der Bar – das alles ist mir zuwider. Höchstens eine Flusskreuzfahrt würde ich mir antun und an Deck liegend genießen, wenn die Donaulandschaft wie in einem Breitwandfilm an mir vorbeigeschoben wird. Ich weiß, wovon ich rede, ich habe schon neun oder zehn Kreuzfahrten, dienstlich wohlgemerkt, hinter mir. Dabei habe ich festgestellt: Das wäre nichts für ich. Auch beim Urlaub gilt: Jedem das Seine.

Diese Vorbemerkung ist wichtig, um das Folgende zu verstehen. Mit meinem Enkel Henrik [11] war ich jetzt eine Woche lang auf Kreuzfahrt. Mit der AIDAmar sollte es von Hamburg nach London [Southampton], Paris [Le Havre], Brüssel [Zeebrügge], Amsterdam und zurück nach Hamburg gehen. Seit einer Woche sind wir zurück – und wen ich auch traf, stellte die Frage: Na, wie war die Kreuzfahrt?
Ich antworte mit dem Wort, dass Henrik während der Reise am häufigsten gebrauchte: cool! Ich kann’s selbst noch nicht fassen: Von der Kreuzfahrt und dem AIDA-Konzept bin ich restlos begeistert. Zwei Komponenten haben dazu beigetragen: die Organisation und die Herzlichkeit. Das hat auch Henrik so empfunden. Über seine „Test“-Ergebnisse werden wir bald in der Tageszeitung „Neues Deutschland“ berichten -, hier und heute aber nicht.

DSCN5785

Skeptisch fuhr ich zum Startpunkt nach Hamburg. Die gute Laune vom AIDA-Team sprang in dem Moment auf uns über, als wir den neuen Hafenterminal Steinwerder betraten. Lächeln, herzliche Begrüßung, effiziente Abfertigung – das war schon einmal ein guter Auftakt. Dieser Dreiklang – Lächeln bei jeder Begegnung, echte Herzlichkeit und perfekte Organisation – begleitete uns die ganze Reise. Selbst bei der Rückkehr nach einer Woche wurde das Konzept noch beibehalten: Als der Transferbus am ZOB ankam, stand auch dort ein AIDA-Mitarbeiter und wies Ortsfremden den Weg. Wenn eines meiner Kinder etwas mit Management und Organisation studierte, ich würde für ein Praktikum in der AIDA-Company plädieren.

AIDA 3

AIDA 5

Wir hatten eine Zweibett-Kabine mit Balkon auf Deck 8 [sogar mit Hängematte!]. Von dort hatten wir eine herrliche Aussicht auf die mehr als haushohen Wellen, als am zweiten Tag ein Sturm der Stärke 9 aufkam und die AIDAmar erst mit einem Tag Verspätung in Southampton vor Anker gehen konnten. Dafür wurde die Fahrt nach Le Havre gestrichen und als zweiter Hafen direkt Zeebrügge angelaufen. Und wieder das AIDA-Konzept: perfekte Information über die Lage. Wir fühlten uns trotz des Sturms – von dem Kapitän Sven Laudan übrigens meinte, solche Wellen habe er in all den Jahren noch nicht erlebt – sicher. Die Stabilisatoren des Luxusliners leisteten gute Dienste; uns ging es allen gut.

AIDA

AIDA 1

Auch sonst wurden wir gut informiert, durch das Blättchen „AIDA HEUTE“, das Bord-TV-Programm und durch Lautsprecherdurchsagen. Wenn es dennoch eine Frage gab, stand auf Deck fünf die Mann- oder besser: Frauschaft des Rezeptionsteams zur Verfügung. Die jungen Damen hatten eine Engelsgeduld. Chapeau!

Enkel Henrik genoss den Kids Club und fand schnell neue Freunde. In drei Altersstufen werden die Kinder auf dem Schiff betreut, auch dies bemerkenswert liebevoll und sozusagen auf Augenhöhe – ohne irgendein Erzieher-Eiteitei. 700 [!] Kinder waren an Bord, und dennoch verlief alles friedlich. Ich habe noch nie so viele glückliche Kinder, glückliche Eltern und glückliche Großeltern gesehen.

AIDA 4

AIDA 7

Und wenn ich gedacht hatte, beim nachmittäglichen und abendlichen Showprogramm würden ein paar AIDA-Bedienstete auf der Bühne herumhopsen, wurde ich angenehm überrascht: Hochprofessionelle Schauspieler, Sänger und Tänzer unterhielten mit ständig wechselnden Programmen. Ihnen taten es zum Abschluss die Clubkinder nach und brachten ein herzzerreißend süßes Abschlussprogramm auf die Bühne. Übrigens: Der Entertainment-Manager namens Kris Broderick entwickelte sich rasch zum Publikumsliebling bei Groß und Klein. Im Wettbewerb mit ihm sähe so mancher Fernseh-Moderator alt aus.

AIDA 2

AIDA 6

Eine Reihe von Restaurants sorgte für Abwechslung. Das Essen war vorzüglich, der freie Hauswein (weiß und rot) war genießbar, das ebenfalls freie Tafelwasser hatte einen merkwürdigen Nachgeschmack. Das war aber schon der einzige Minuspunkt. Ach ja, da war auch noch der Ausflug nach London. Der war ärgerlich, aber das ist eine andere, eigene Geschichte.

Advertisements

Aktionen

Information

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: