Notizbuch: Kopisch, das Genie

17 07 2016

Sonntag, 17. Juli 2016

Wer hat den sogenannten Schnellofen erfunden? Der Mann hieß August Kopisch. Wem floss das Gedicht „Die Heinzelmännchen“ aus der Feder? August Kopisch. Wer übersetzte [sprachlich brilliant] Dantes „Göttliche Komödie“? Richtig: August Kopisch. Wer entdeckte die Blaue Grotte auf Capri? Auch wieder dieser Tausendsassa August Kopisch.

K1Er war Erfinder und Entdecker, Dichter und Maler. Zum ersten Male ist diesem Allroundgenie eine – leider heute geschlossene – Ausstellung gewidmet worden, und zwar von der Alten Nationalgalerie.

40 Gemälde und Zeichnungen wurden dort gezeigt, dazu weitere 80 Exponate – unter anderem der kleine, tragbare und mit Spiritus betriebene Schnellofen.

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August Kopisch lebte von 1799 bis 1853. Das Genie wurde nur also nur 54 Jahre alt – aber was für ein Leben war das! Schon mit 15 Jahren verließ er seine Heimatstadt Breslau, um in Prag, später in Wien und dann in Dresden Malerei zu studieren. Seine Gemälde sind von kräftigen, buchstäblich glühenden Farben geprägt. Aber nach meiner Einschätzung gebührt dem Maler nicht gerade ein Ehrenplatz in der Kunstgeschichte der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, aber ein Platz, sagen wir mal: im Parkett.

 

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Es war das Jahr 1826, als er mit dem Landschaftsmaler Ernst Fries schwimmend die Blaue Grotte auf Capri entdeckte, seitdem eine Touristenattraktion ersten Ranges. Von dieser Blauen Grotte hat Kopisch durchaus faszinierende, im Lichtspiel sogar geheimnisvolle Bilder gemalt. Sie – und die Bilder, die Zeitgenossen zu diesem Thema gemalt hatten – waren für mich der Höhepunkt der Ausstellung in der Alten Nationalgalerie.

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1833 siedelte der Künstler nach Berlin um und verkehrte in besten gesellschaftlichen Kreisen. Dazu gehörten unter anderem Alexander von Humboldt, der Philosoph Friedrich Wilhelm Schelling und Kronprinz Friedrich Wilhelm. Der machte ihn 1840 als König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen zum Kunstsachverständigen des Hofes.

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So, und da ich gerade mal da war in der Alten Nationalgalerie, habe ich mir die klitzekleine Sonder-ausstellung über die Kopenhagener Malerschule: In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Kopenhagener Akademie eine der gefragtesten Malerschulen in Europa. Caspar David Friedrich beispielsweise hat dort studiert.

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