Notizbuch: Hochspannung!

25 08 2016

Donnerstag, 25. August 2016

Was fällt einem so ein zum Thema Energie? Energiewende. Erneuerbare Energie. Vielleicht auch Energie Cottbus. Mir seit neuestem die „Energie-Route Lausitzer Industriekultur“. Denn ich habe mit Antje Boshold gesprochen. Sie ist Projektkoordinatorin dieser touristischen Kulturroute.

DSCN6767Was ist das, eine touristische Kulturroute? Antje Boshold hat – wie bei jeder fachlichen Frage – eine klare Antwort. „Eine touristische Kulturroute zeigt einen prägenden Teil unseres kulturellen Erbes“, sagt sie, „und garantiert besondere Erlebnisse.“ Mehr noch: „Sie verspricht, dass Besucher an allen Stationen willkommen sind – und sie bildet eine Grundlage für regionales Storytelling.“
Die elf Stationen der Route Lausitzer Industriekultur unter dem Motto „Vorsicht Hochspannung! Betreten erlaubt“ sind eingeteilt in „Highlights“, „Sehenswert“ und „Geheimtipp.“ Zu den letzteren zählen die Biotürme in Lauchhammer, die Gartenstadt Marga und das Elektroporzellanmuseum Margarethenhütte. Sehenswert: Das sind die Brikettfabrik LOUISE, Das Erlebnis-Kraftwerk Plesse, das aktive Kraftwerk Schwarze Pumpe und der aktive Tagebau Welzow-Süd. Natürlich gehören die IBA-Terrassen und das Besucherbergwerk F60 zu den Highlights. Es gesellen sich dazu die Energiefabrik Knappenrode und das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus. Zehn Stationen liegen in Brandenburg, nur das Elektroporzellanmuseum Margarethehütte in Sachsen. „Unsere Botschaft ist“, sagt Antje Boshold, „die Industriekultur ist das kulturelle Rückgrat der Lausitz, die sich vom Bergbauland zum Seenland wandelt.“

Margarethenhütte

Margarethenhütte

Margarethenhütte. Foto: Kathrin Winkler

Wie sind die Stationen ausgewählt worden? „Jede Station der Energie-Route muss über die Latte der Kriterien eines zweistufigen Auswahlverfahren springen“, erklärt Antje Boshold. Zu den fachlichen Qualitätskriterien, die erfüllt werden müssen, zählt das Thema „Energie“, zu dem die Station passen muss, es muss sich um einen Originalschauplatz oder einen bedeutsamen Ort handeln, Ausstrahlungskraft und Symbolkraft sind verlangt sowie die touristische Erschließung. Hürde zwei: Touristische Servicekriterien wie Öffnungszeiten, Infrastruktur und Angebote, Information und Service müssen erfüllt sein.

Brikettfabrik LOUISE_Jürgen Ruh

Brikettfabrik LOUISE, Foto Jürgen Ruh

„Alle Orte sind auf Besucher eingestellt“, versichert Antje Boshold, „man klingelt da nicht vergeblich.“ Anbieter von Erlebnistouren zu Stationen der Energietoute sind das excursio Besucherzentrum in Welzow und iba-aktiv-tours Großräschen. Die Energie-Route ist Teil des Lausitzer Seenlandes und „ein Premium-Produkt der Dachmarke Lausitzer Industriekultur“ (Boshold). Die Projektkoordination ist beim Tourismusverband Lausitzer Seenland angesiedelt. Übrigens liegen alle Stationen an regionalen Themen-Radwegen, z.B. an der Niederlausitzer Bergbautour oder an der Kohle, Wind & Wassertour. Und sie sind Teil der Europäischen Route der Industriekultur – mit 19 Regionalen Routen in 43 Ländern und über 1000 Standorten.

Kunstmusem Dieselkraftwerk Cottbus_Marlies Kross

Kunstmuseum Dieselkradtwerk Cottbus. Foto Marlies Kross

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