Notizbuch: Max Brown

24 01 2017

Dienstag, 24. Januar 2017

Max Brown – das ist kein Freund oder guter Bekannter. Das ist der [Fantasie-]Name einer kleinen, aber feinen Hotelkette. Sie macht vieles anders als andere Hotels.

img_0009Wer Vinyl-Schallplatten liebt, wird als Gast des neuen Max Brown Ku‘Damm überrascht. In seinem Zimmer findet er eine kleine, aber feine Sammlung von schwarzen Scheiben vor, die er gleich auf einem Koffer-Plattenspieler abspielen kann. Ein Basketballkorb an der Wand ist für die, die sich zur Musik tüchtig bewegen wollen.Die Max Brown Hotels schaffen solche Ausstattungs-Details durch Kooperationen. Die Platten stammen vom Label Unique Records, der Plattenspieler von Crosley. Im Shop in der Lobby können Gäste neben Postkarten und anderen Souvenirs diese Dinge auch gleich kaufen.

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Als noch junge Hotelgruppe starteten die Max Brown Hotels 2015 und im Vorjahr mit zwei Hotels in Amsterdam, dem Max Brown Canal District und dem Max Brown Museum Square. Der Name Max Brown ist übrigens eine Fantasieschöpfung ohne jeden realen Bezug. Das erste deutsche Haus wurde im Vorjahr im japanischen Viertel in Düsseldorf eröffnet, das Max Brown Midtown mit 65 Zimmern.

Die Häuser der Gruppe liegen immer in Wohngebieten, „immer zentral, aber nicht mittendrin“, wie es eine Sprecherin formuliert. So auch das Berliner Haus. Bis zum Spätherbst vergangenen Jahres war es als Domus eines der gestande-nen, eingefahrenen West-Berliner Hotels. Die Stammgäste sind überrascht, wie sehr die Um- und Ausbauten das Haus zum Positiven verändert haben. Die 70 Zimmer in vier Größen von 15 bis 30 Quadratmetern sind alle ähnlich ausgestattet, mit Eichenböden, weißen Wandpaneelen und Fensterläden sowie Design-Teppichen.

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In Zimmern gibt es keine Minibars, dafür den Shop im öffentlichen Bereich. Die Bäckerei dort soll bald auch außer Haus verkaufen. Der Social Space umfasst das gesamte Erdgeschoss und hat sogar Platz für einen großen Billardtisch. Er soll wie die Bar auch die Nachbarschaft des Hotels anziehen. Derzeit feilen die Hotelmacher an einem Unterhaltungskonzept für Gäste und die lokale Community, zum Beispiel Film- und Spieleabende, Kulturveranstaltungen und Partys.

Das Frühstück ist immer inklusive. Auch hier geht Max Brown in Berlin einen neuen Weg: Es wurde ein Vertrag mit Benedict geschlossen, einer israelischen Kette von Frühstück-Restaurants. Das Berliner Benedict, das erste außerhalb Israels, bietet ein überwältigendes Angebot an Frühstücksvariationen, von israelischem Shakshuka über veganes Müsli bis zum hausgemachten Cashew-Joghurt.

Solche Lösungen denkt sich die Mannschaft der inhabergeführten Europe Hotels Private Collection aus. Zu deren Portfolio gehören auch die SIR hotels mit Häusern in Amsterdam, Berlin, Hamburg und auf Ibiza sowie das Parkhotel in zwei Grachtenhäusern und der Concept Store X BANK in Amsterdam.

Dieser Bericht von mir ist in der Ausgabe 2/2017 von touristik aktuell erschienen.

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