Notizbuch: Küsschen, Küsschen!

9 03 2017

Freitag, 10. März 2017

ITB 2017: Der Tourismus ist eine Küsschen-Küsschen-Branche. Das fällt mir auf dieser ITB, meiner 45., wieder deutlich auf. Dabei unterscheide ich vier Kategorien. Kategorie 1: Frauen, die ich eigentlich nicht besonders gut leiden kann, die aber auf Wangenküssen praktisch bestehen. Kategorie 2: Frauen, die ich einfach gerne umarme und denen ich zwei oder gar vier Wangenküsschen schenke. Kategorie 3: Frauen, bei denen ich das Küsschen-Küsschen sooo gerne wiederhole, weil… Na, warum wohl?! Kategorie 4: Männer. Die küssen sich in unseren Breiten nicht.

Wenn ich hier einen Teil meiner Fotoausbeute von den ersten beiden ITB-Tagen preisgebe, verrate ich natürlich NICHT, wer in welche Kategorie gehört… Also:

Nicht als Konkurrenz-, sondern als Komplementär-Veranstaltung zur ITB Berlin ist das Berlin Travel Festival gedacht, das im kommenden Jahr zum ersten Mal stattfindet. Zur diesjährigen ITB Berlin wird für Fachbesucher im Marshall-Haus eine Preview arrangiert. Die Vorschau ist konzeptionell eine gelungene Mischung aus interaktiver Ausstellung und einem Bühnenprogramm unter dem Motto „People, Places and Memories”. Zu den im Laufe der Fachbesuchertage dargebotenen Programm-Punkten wie „New Ways of Traveling“ oder „Wednesday is the New Saturday“ sind Experten aus aller Welt geladen, die den Vertretern der Zielgruppe etwas zu sagen haben. Die Zielgruppe des Berlin Travel Festivals ist klar definiert: Es sind die Millennials, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind, andere Bedürfnisse ans Reisen haben als herkömmliche Urlauberschichten und „deren Online-Welt wir ins Reale bringen wollen“, wie es Bernd Neff [Bild oben] formuliert, einer der drei Partner der neugegründeten I love Travel GmbH. Diese ist Initiator und Träger des Berlin Travel Festivals, das von der Messe Berlin – die stets auf der Suche nach touristischen Innovationen ist – unterstützt und gefördert wird. Das erste Festival findet im kommenden Jahr vom 9. bis 11. März in Berlin in der Arena statt, einer bei der angepeilten Zielgruppe beliebten Event-Location in Kreuzberg. Es ist eine Mischung aus Concept Store für Endverbraucher und neuartiger Fachmesse für die Branche. Der erste Festival-Tag ist auch der letzte Fachbesuchertag der ITB Berlin; für Fachbesucher werden Kombitickets aufgelegt. Der zweite und dritte Festival-Tag ist den Berlinern und Berlin-Besuchern gewidmet.

2017 ist für mich ein Griechenland-Jahr. Da ist es gut, dass ich diese drei Grazien auf der ITB getroffen habe [oben]: Caudia Stöhr, Fels in der Brandung in der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr in Frankfurt, Areti Prinou, Zentrale der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr in Athen, Maria Zarnakouoi, ebenfalls Frankfurt [von links].

Unsere Uralt-Freundin [Dörte, damit meine ich, dass wir uns schon sooo lange kennen!] Dörte Behrmann, Pressereferentin der Erlebnis Bremerhaven GmbH.

Nun sind wir schon alte Bekannte: Elena Kountoura, die griechische Tourismusministerin – ehemalige Spitzensportlerin, internationales Model, Herausgeberin einer Frauenzeitschrift und jetzt Politikerin mit Leib und Seele.

Nein, betont Dawid Lasek  [Foto oben], stellvertretender Minister im polnischen Ministerium für Sport und Tourismus und zuständig für den Sektor Tourismus, seine Regierung werde keinesfalls den Fehler der ungarischen Kollegen machen, die Fremdenverkehrsämter in verschiedenen europäischen Märkten abzuschaffen. Doch es sei legitim, über die Neuorganisation des Tourismus in seinem Land nachzudenken. Schließlich seien die rechtlichen und organisatorischen Entwürfe für die heutige Struktur vor 16 Jahren entstanden. Lasek: „Das war eine andere Zeit.“ Bisher, so der Vizeminister, „ist das Fundament des Tourismus in unserem Land nicht genügend unterstützt worden.“

Auch in einem anderen Punkt versucht Dawid Lasek bei Fachgesprächen auf der ITB Berlin die Wogen zu glätten: Die Befürchtung, dass das eventuelle Unbehagen an der aktuellen polnischen Politik und deren Deutschland-Kritik zu einem Besucherrückgang führen könne, habe er nicht: „Ich verstehe diese Befürchtungen“, erklärt er, „aber sie sind unbegründet.“ Deutsche Besucher seien nach wie vor herzlich willkommen. 37 Prozent der ausländischen Touristen in Polen kommen aus Deutschland. Dafür, dass das so bleibt, sorgen laut Lasek zwei Faktoren: „die gefährlichen Tourismus-Destinationen und die deutschen Krankenkassen“. Gesundheitstouristik sei ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Meine Kollegin Alena Zielinski. Dreimal darf geraten werden, in welche Kategorie sie fällt beim ITB-Küsschen-Küsschen-Zirkus…

 

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