Notizbuch: …wie geschnitten Brot

17 04 2017

Montag, 17. April 2017

„Zypern bietet als Insel große Vielfalt, hohe Sicherheit und eine sehr gute Infrastruktur, sowohl im Verkehr als auch in der Hotellerie.“ Dieser Satz stammt nicht aus einer PR-Broschüre, sondern ist das Urteil eines nüchtern abwägenden Produktmanagers. Florian Fleischer von der TUI hat das formuliert.

Florian Fleischer legt nach: „Ein Großteil der Hotels hat in den letzten zwei Jahren sehr viel in Renovierungen und Erweiterungen investiert und auch technisch mittlerweile ein sehr hohen Niveau erreicht.“ Zudem macht laut Fleischer „ein verbessertes Flugangebot aus Deutschland heraus das Urlaubsland zusätzlich attraktiver“.

Während seine Mitbewerber ihm in allen anderen Punkten zustimmen und alle auch den Service loben (Attika: „meist überdurchschnittlich“), gehen die Meinungen bei der Fluganbindung auseinander. Zwar räumt jeder Produktmanager ein, dass sich „die Fluganbindung im Vergleich zu 2016 verbessert hat“ (Oliver Grosse-Kleimann von Alltours).

Aber nicht alle sind zufrieden. „Unsere größte Baustelle sind die Flugkapazitäten nach Zypern“, sagt beispielsweise Steffen Keese von Gebeco, „für den Gruppenbereich stehen schlichtweg zu wenig Kapazitäten zur Verfügung, denn die Nachfrage ist durchaus da.“ Britt Brück, Produktmanagerin bei Wikinger Reisen, kritisiert speziell die Lufthansa: „Gruppenflüge mit der Lufthansa werden oft nicht zu den gewünschten Daten und/oder Zeiten bestätigt.“ Folge: „Verschiebung auf ungünstigeren Verkehrstag oder unbeliebte Zeiten.“

Dass die Destination Zypern keine größere Probleme bereitet, belegen die Buchungszahlen: Sie sind „sehr erfreulich“, wie es Thomas Graune von Studiosus auf den Punkt bringt. Nicht nur bei dem Studienreise-Veranstalter liegen sie im zweistelligen Plus, sondern auch – um nur einige Beispiele zu nennen – bei Jahn-Reisen, bei ITS, bei der TUI. ETI meldet eine Steigerung von 40 Prozent zum Vergleichszeitpunkt im Vorjahr, Ikarus Tours gar von 50 Prozent. Wegen des guten Zwischenergebnisses plant ETI eine aktuelle Erweiterung des Portfolios. Von Buchungsrückgängen erzählt kein einziger Veranstalter.


Zypern verkauft sich also am Counter wie geschnitten Brot. Die Veranstalter haben die berechtigte Hoffnung, dass sich die Zahlen wieder ein Stück dem Ergebnis von 2011 nähern, damals flogen 158.000 Deutsche nach Zypern. Danach kam der große Einbruch. Im Vorjahr stieg die Zahl der Ankünfte deutscher Gäste von 112.000 im Jahr 2015 auf 124.000. Das ist ein Zuwachs von 10,5 Prozent. Im Gesamtergebnis schnitt Zypern noch besser ab: Die Gesamtzahl der Gäste kletterte um knapp 20 Prozent auf 3.186.000.

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