Notizbuch: Blackout Cities

6 06 2018

Mittwoch, 6. Juni 2018

Was Blackout Cities macht, ist leicht erklärt. Aber nur schwer zu verstehen. Den wahren Wert dieser Kunstwerke erkennt ohnehin nur, wer sie im Original gesehen hat. Zum Beispiel in der Ausstellung „Disturbance“ in der whitegrid gallery in der Kreuzberger Graefestraße. But hurry up, sie ist nur noch bis zum 16. Juni zu sehen.

Hinter Blackout Cities steht die junge Künstlerin Marie M. Benaboud. Marie hat ihre Wurzeln in Marokko, Belgien und der Schweiz.  Sie lebt und arbeitet als Architektin in Berlin. Bei ihren Arbeiten kombiniert sie Architektur, eigene Fotografien und von ihrer Hand ausgeführte Illustrationen.

„Die prägende Verwendung von Schwarz, die strenge Komposition und die Abwesenheit von menschlicher Präsenz erzeugen eine einzigartige Atmosphäre, die Maries Arbeit charakterisiert“, heißt es dazu auf den Internetseiten der Gallery. Die Vielschichtigkeit der Siebdrucke – im wahrsten Sinne des Wortes – erkennt nur, wer sie im Original sieht, dicht an sie herantritt und dann Schicht für Schicht sieht. Nicht weniger vielschichtig ist der Titel der kleinen Ausstellung: In Disturbande – Störung, vielleicht auch Belästigung, auf jeden Fall: Unruhe verursachen – steckt das Wort  urban.

Marie druckt ihre Kunstwerke im Siebdruck übrigens im STATTLAB, Siebdruckwerkstatt und Schwarzweiß-Fotolabor im Wedding. „Wir sind ein offenes Gemeinschaftsatelier und geben regelmäßig workshops“, heißt es auf deren Website [www.stattlab.net/]. Last but not least: Wer es nicht in die Ausstellung in die Galerie in die Graefestraße schafft: Blackout Cities hat einen hochspannenden Internet-Auftritt mit Online-shop: http://www.blackoutcities.com/ . Dort habe ich noch so viele weitere hochspannende Kunstwerke von Marie entdeckt, dass ich ihr – und mir! – noch so manche Ausstellung in Berliner Galerien wünsche.

Noch ein Wort zur whitegrid gallery: Sie ist eine neue Galerie in Berlin für Drucke in limitierter Auflage. „Unser Portfolio umfasst Artworks aus den Bereichen Illustration, Grafik und Typografie, die mit Hilfe von Techniken wie Siebdruck, Risografie und Linoldruck umgesetzt werden“, sagt Doris Reißermayer, mit Thomas Reisinger Gesellschafter[in] der Galerie. Die Preise sind so, dass sich jeder eins der ausgestellten Kunstwerke leisten kann. Ein Zitat aus der Website [https://whitegrid.gallery/ ] der Galerie: „Alle Drucke unserer Kollektion sind von Hand gefertigte und im Rahmen einer Edition produzierte Originale. Jedes einzelne Blatt wird separat bedruckt und vom Künstler individuell signiert. Durch diesen Prozess entstehen Kunstwerke, die den Charme von in Serie gefertigten Originaldrucken besitzen. Jeder Druck ist ein Unikat und existiert so nur ein einziges Mal.“

whitegrid gallery, Graefestraße 78

Bislang hat die vor einem Jahr gegründete Galerie, die zur größeren Wertschätzung von Drucken jedweder Technik beitragen will, 26 Künstler unter Vertrag. Ziel sind 40 Künstler. Doris Reißermayer: „Mindestens ein Bild eines jeden Künstlers soll hier hängen.“ Und: „Wir wollen unsere Begeisterung und Leidenschaft für ausdrucksstarke und originelle Drucke nutzen und hochwertige handgefertigte Editionen ausstellen, die zeigen, wie aktuell klassische Drucktechniken auch heute noch sind.“

 

 

 

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