Notizbuch: Farborgie

2 08 2018

Mittwoch, 2. August 2018

Lisa Marei Schmidt bekommt dem Brücke Museum gut. Die noch recht neue Chefin hat eine sensationelle Ausstellung auf die Beine gestellt: Sie hat die Eröffnungsausstellung des Dahlemer Museums zum 50. Jahrestag auf der Basis von Zeitzeugen-Aussagen, Zeitungsberichten und historischen Fotografien rekonstruiert. Leider ist die Ausstellung nur noch bis Sonntag, 12. August, zu sehen. Hingehen und staunen!

Der Titel der Ausstellung ist sperrig: „Ein Künstlermuseum für Berlin: Karl Schmidt-Rottluff, Leopold Reidemeister und Werner Düttmann“. Karl Schmidt-Rottluff hat die Gründung des Museums im Grunewald angeregt und mit großzügiger Schenkung aus seinen Werken bedacht.

Leopold Reidemeister war der Gründungsdirektor, Werner Düttmann der Architekt. Man habe „die gesamte Installation, Ausstellungshängung und die von Düttmann entworfene Inneneinrichtung wie Sitzmöbel oder Vitrinen historisch genau nachempfunden“, schreibt Lisa Marei Schmidt im – ausgezeichnet gemachten – Begleitheft zur Ausstellung. 39 Gemälde sind ausgestellt, 72 Grafiken und Originalzeichnungen, 7 Skzlpturen sowie 18 Postkarten und Jahresmappen.

Max Pechstein: „Leid“

Karl Schmidt-Rottluff: „Bauernhaus“

Erich Heckel: „Bildnis Otto Mueller“

Werke von Schmitt-Rottluff, Max Pechstein, Erich Heckel, Otto Mueller, Max Kaus, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Herbig, Anton Kerschbaumer… Ein Farbtraum.

 

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