Notizbuch: Aida nach Qatar

23 09 2018

Es war nur ein Memorandum of Understanding , das jetzt in Berlin die Chefs von Costa Kreuzfahrten, Aida Cruises und Qatar Tourism Authority (QTA) unterzeichneten. Doch die Pläne dahinter sind schon sehr konkret. Mit einem einmaligen Anlauf der Costa  Mediterranea in Doha, der Hauptstadt von Qatar, wird Costa Kreuzfahrten am 6. März kommenden Jahres die Kooperation feierlich eröffnen.

Das  Flaggschiff der Reederei, die Costa Diadema , wird dann in der Saison 2019/2020 16 Mal in Doha anlegen. „Qatar hat  großes  Potenzial für die Kreuzfahrtindustrie,“ betonte Neil Palomba, Präsident von Costa Kreuzfahrten [links], nach der Unterzeichnung des Memorandums. AIDAprima legt in der laufenden Saison 2018/19 achtmal in Doha an; Aida Cruises wird auch in der kommenden Saison Qatar in sein Programm einbeziehen. „Wir müssen viele Destinationen anbieten,“ begründet Felix Eichhorn, Chef von AIDA Cruises, das neue Engagement seiner Gesellschaft, „Aida kann nur mit neuen Zielen wachsen.“ Zusammen wollen beide Kreuzfahrtgesellschaften in der kommenden Saison 45.000 Passagiere nach Doha bringen. Beide waren auch die ersten Reedereien der Welt, die ab 2006 regelmäßige Kreuzfahrten im Arabischen Golf unternahmen. Während der Wintersaison bieten beide Reedereien einwöchige „fly&cruise“-Reisen in die Region an. Eichhorn [rechts]: „Die neue Reiseroute für die AIDAprima ist eine perfekte Ergänzung zu unserem erfolgreichen Programm im Arabischen Golf.“ Fast alle Kreuzfahrt-Teilnehmer der beiden Reedereien kommen aus Europa – die meisten Passagiere der Aida sind Deutsche, Costa-Schiffe werden gerne von Österreichern, Schweizern, Spaniern, Franzosen und natürlich Italienern gebucht. Sie alle erwartet, darin ist sich Neil Palomba sicher, „eine überwältigende Gastfreundschaft“ in Qatar.

Absichtserklärung: vordere Reihe, links: Hassan Al Ibrahim, amtierender Vorsitzender der Qatar Tourism Authority, rechts: Felix Eichhorn, Chef von AIDA Cruises

Die Unterzeichnung des Memoranums fand in betont herzlicher Atmosphäre am Rande des auch von der Kanzlerin besuchten Qatar-Germany Business & Investment Forum statt. Das hatte die Stärkung der Beziehungen zwischen der Qatar Tourism Authority und Branchenpartnern zum Ziel. Für Hassan Al Ibrahim, den amtierenden Vorsitzenden der QTA, ist die Kooperation mit den beiden Reedereien „ein weiterer Schritt auf dem Weg zu unserem Ziel von 200.000 Kreuzfahrtbesuchern bis 2020“. Quatar konnte in der vergangenen Saison gegenüber der Saison 2016/17 die Zahl der Kreuzfahrtpassagiere um 39 Prozent auf 65.000 steigern.

Wie die QTA versichert, arbeitet sie mit Hochdruck an der Verbesserung der Infrastruktur. Derzeit kann nur ein Megaliner den Hafen von Dohar anlaufen. 2020 sollen in einem neuen Terminal zwei Schiffe pro Tag abgefertigt werden können. 2021, noch vor der Fußball-WM 2022, wird der Hafen sogar vier Megaschiffe aufnehmen können.

Mein Bericht über die Unterzeichnung der Absichtserklärung ist – ohne diese Fotos – in der Ausgabe 36 vom 17. September 2018 erschienen

 

 

 

Advertisements