Notizbuch: das letzte DSFT-Seminar

29 03 2017

Donnerstag, 30. März 2017

Der Zahn der Zeit, wer kennt ihn nicht?! Er nagt auch an mir. Im besten Fall lässt er mich klüger werden. Ohne Not und ohne Streit mit dem DSFT höre ich dort mit diesem Jahr auf. Drei Jahrzehnte und länger war ich dort Dozent, in erster Linie für das Thema „Pressearbeit im Tourismus“. Ungezählte Touristiker sind dort „durch meine Hände gegangen“, viele treffe ich immer wieder im Laufe des Jahres.

Das letzte Seminar findet am 27. und 28. November statt. Dazu schreibt das DSFT im Seminarprogramm: „Nur perfekt recherchierte, konzipierte und formulierte Pressemeldungen haben im Zeitalter der Informationsüberflutung eine Chance beachtet zu werden. Deshalb erhalten Sie in diesem Seminar das Basiswissen zur optimalen Themenfindung sowie zur Kontakt- und Verteilerpflege. Sie trainieren, Pressemeldungen professionell zu verfassen. So wird das Kommunikationsinstrument Pressearbeit Teil Ihrer Marketingstrategie!“

Das letzte Presseseminar fand 2015 statt

Mehrfach im Jahr, zuletzt aber nur einmal jährlich fand ein Intensiv-Seminar für Quereinsteiger statt; meine Aufgabe war immer am vorletzten Tag [der letzte war immer den Prüfungen vorbehalten] das Thema „Pressearbeit im Tourismus“.

Geschafft! Die Intensivgruppe im Dezember 2016

Dritter Seminartyp: die Schreibwerkstatt, unter Mitwirkung von Sabine Neumann. Bei diesem Seminar, das nicht mehr durchgeführt wird, hat auch immer die geniale Anke Kuckuck [Foto unten] mitgewirkt, Fachfrau für alles, was mit Texten zusammenhängt.

Zum Schluss noch ein Blick in den Giftkoffer. Eine Zeitlang waren mal kiloschwere „Steinmännchen“ modern wie dieses „Pressegeschenk“ aus der Schweiz… [oben]. Preiswert und passend war dieses Pressesouvenir [rechts]: eine Nuckelflasche. Damit machte vor 25 Jahren ein Reiseveranstalter auf seine Reisen für Familien mit gerade geborenen Babys aufmerksam.

Wer mehr erfahren will, sollte das Seminar am 27. und 28. November buchen. Informationen gibt es unter: http://www.dsft-berlin.de/

 





Tagebuch: Reif fürs Seminar?

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Wie Sie herausbekommen, ob Ihr Wissen über Pressearbeit noch ausreicht.

Samstag, 1. November 2014

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Noch sehr gut erinnere ich mich an mein erstes Presseseminar bei Deutschen Seminar für Tourismus [DSFT], das damals noch Deutsches Seminar für Fremdenverkehr hieß. Die Abkürzung DSF verlockte zu Verwechslungen – Deutsches Sportfernsehen beispielsweise oder Deutsch-Sowjetische Freundschaft. „Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen keiner mehr zuhört“, riet mir der damalige Seminarchef Ulrich Schöpp, „dann machen Sie einen Witz.“

Ich hatte viel zu erzählen, aber keinerlei didaktische Erfahrung. Und so kam es, dass einer der Seminarteilnehmer, ein Kurdirektor von der Ostsee, meinte, sich als Alleinunterhalter betätigen zu müssen. Also: Witz her. „Sahen Sie mal, Herr XYZ, woher nehmen Sie den Mut her, drei Tage an diesem Seminar teilzunehmen?“ Er: „Äh?“ Ich: „Naja, haben Sie keine Angst, dass in dieser Zeit jemand an Ihrem Stuhl sägt?!“ Alle lachten, auch er. Aber als er wieder nachhause kam, hatte jemand an seinem Stuhl gesägt: Er war entlassen…

Privat Büro 009Die Seminare, die ich seitdem fürs DSFT abgehalten habe, habe ich nicht gezählt. Presse-Grundseminare, Aufbauseminare, Rundfunkseminare, Schreibwerkstätten, Seminare zur Krisen-PR. Früher gab es sogar Seminare, die eine ganze Woche dauerten – mit einem Rundfunk- und einem Fernsehtag [den ein von mir sehr geschätzter Kollege absolvierte].

Zu den Wochenkursen reise ich mit so viel Gepäck an, dass der Portier [so etwas gab es mal im DSFT-Domizil am Tempelhofer Ufer] immer lachte: „Sie ziehen wieder um?!“ [Foto rechts]

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Chef des DSFT ist seit vielen Jahren Rolf Schrader [großes Foto oben]. Mittlerweile ist das DSFT zur Charlottenstraße in Mitte umgezogen [großes Foto dareunter]. Auch sonst hat sich einiges verändert. Beispielsweise ist die Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium entfallen. So kosten die zwei Tage des Presse-Grundseminars am 1. und 2. Dezember 598 Euro.

IMG_0026Viel Geld? Dann prüfen Sie mal, was ein Tages-Presseseminar auf dem freien Markt kostet – Sie werden nach Luft schnappen. 598 Euro, das sind 39,86 Euro pro Seminarstunde, die Seminarunterlagen, Mittagessen, Verpflegung in den Seminarpausen noch gar nicht mitgerechnet. Die Atmosphäre ist locker. Es wird viel gelacht. Und Sie erfahren „alles“ über den Umgang mit Journalisten, Pressemeldungen- und Pressedienste, Pressefotos, Verteiler, Pressemappen, Pressekonferenzen und Pressereisen. Wissen Sie beispielsweise – was der wesentliche Unterschied zwischen Werbung und Pressearbeit ist? – durch welchen einfachen Trick Sie für die Presse zum begehrten Gesprächspartner werden? – warum Sie in Ihrer Pressearbeit persönliche Kontakte dringend brauchen – und wie Sie diese herstellen? – warum eine Gegendarstellung meist ein Rohrkrepierer ist?

DESFT3 – warum Sie bei Pressemeldungen das touristische Umfeld beachten sollten? – welche latent aktuellen Pressethemen immer laufen? – warum Sie Senioren niemals so nennen sollten? – durch welche drei Einstiege Sie Ihre Meldung besonders langweilig machen? – dass Ihre Kernaussage zwingend in den ersten Halbsatz gehört? – wieso Zitate Ihnen in vielen Fällen weiterhelfen können? – dass es den Druckfehlerteufel gar nicht gibt? – was die Wunderwaffe in der Pressearbeit ist? – dass Sie sich mit Fotos von der Überreichung großer Gutscheine lächerlich machen? – wie lange ein Referent auf einer Pressekonferenz sprechen darf? – durch welchen Kniff eine Pressereise auf jeden Fall ein Erfolg wird?

Das waren jetzt 15 Fragen. Wenn Sie nur bei dreien die Antwort nicht wissen, sind Sie reif für das Seminar am 1. und 2. Dezember. Ansprechpartnerin beim DSFT ist Christine Garbe, christine.garbe@dsft-berlin.de . Beziehen Sie sich auf diesen Blog.

Rückblick: Die Teilnehmer-Fotos sind wahllos gegriffen worden und stammen von Seminaren der letzten Jahre





Tagebuch: crashkurs

23 10 2013

Mittwoch, 23. Oktober 2013

So lange das technische Problem nicht beseitigt ist und ich keine Fotos hochladen kann, erscheinen die Tagebuch-Einträge ohne Fotos – das ist wie Suppe ohne Salz. Die Fotos werden nachgeliefert…

Wussten Sie’s: Pressethemen liegen auf der Straße. Sozusagen. Glaubt kaum jemand, stimmt aber.

Bei einer Pressemeldung muss gleich im ersten Halbsatz zugebissen werden. Die meisten Texter – auch die von PR-Agenturen – labern und erklären den Lesern die Welt, ehe sie zur Sache kommen.

Im Presseverteiler verstecken sich immer noch viele Postadressen. Auch das wissen die wenigsten und versenden Pressemeldungen ausschließlich an email-Empfänger. So landen viel zu viele Pressemeldungen im Orkus.

Auf einer Pressekonferenz können Sie über alles reden – nur nicht über fünf Minuten.Das leuchtet vielen ein, aber sie räumen auf Pressekonferenzen jedem Redner eine halbe Stunde ein.

Auf Pressereisen gibt es einen Trick gegen Schlafmützen. Der wird jetzt aber nicht verraten.

Diese und viel mehr Themen werden in meinen Presseseminaren behandelt, die vom Deutschen Seminar für Tourismus [DSFT] angeboten werden.  Der nächste Craskurs findet am 16. und 17. Dezember in Berlin statt. Wer sofort bucht, erhält einen Preisnachlass von 20 Prozent. Alles weitere verrät DSFT-Mitarbeiterin Kathrin Hiller unter 030/23551936 oder http://www.dsft-berlin.de

Ach, noch etwas: In den Seminaren wird viel gelacht – nicht übereinander, sondern miteinander.