Notizbuch: Begegnungen

31 12 2017

Sonntag,  31. Januar 2017

Oft sind sie nur die Flüchtigkeit weniger Minuten. Mitunter aber sind sie der Beginn – oder das immerwährende Ritual – einer langjährigen Freundschaft: Begegnungen. Sie machen den Beruf eines Reisejournalisten besonders spannend. An ihnen war das abgelaufene Jahr sehr reich. Eine Auswahl…

Januar: In der Markthalle von Madeiras Hauptstadt Funchal bin ich diesem Kind begegnet. Schau her, was für eine große Puppe ich habe, sagte es, ohne Worte zu gebrauchen. Wir sind uns mehrfach zwischen den Marktständen über den Weg gelaufen. Und immer hielt das Mädchen die Puppe hoch: schau!

Diese drei lebhaften Ladies saßen mir im Februar während einer Reise nach Agadir gegenüber. Ihrem – Pardon! – gutgelaunten Geschnatter zuzuhören, war ein Vergnügen. Habe die Ehre, von links nach rechts: die Reisejournalistinnen Antonia Kasparek, Katharina Eppert, Marita Trinius. Die Begegnung mit Kolleginnen und Kollegen sind noch der erfreulichste Bestandteil einer jeden Pressereise.

Auf der ITB Berlin im März: Noch einmal drei Ladies – Claudia Stöhr, Areti Prinou und Maria Zarnakoupi [von links] von der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr. Areti habe ich auf einer Athen-Reise im Oktober 2016 kennengelernt und auf der ITB wiedergesehen.  Inzwischen ist sie stellv. Leiterin der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr in Frankfurt und zählt längst für mich in meinem Beruf zu den wichtigsten  Menschen – und auch über den Beruf hinaus.

Zur Documenta war ich im April in Athen. Dort traf ich im kleinen, aber feinen Herakleidon Museum, das sich den Themen Wissenschaft, Kunst und Mathematik widmet, Eleni Nomikou, die Chefin [rechts], und Elpida Mezilli, ihre Assistentin. Beide brennen für ihre Aufgabe.

Peter Becker, ein Uralt-Freund. Nicht uralt an Lebensjahren, sondern unsere Freundschaft reicht weiter zurück, als wir uns an deren Beginn erinnern können. Im Mai trafen wir uns wieder, um Pläne zu schmieden. Dass sie sich nicht realisieren ließen, lag nicht an uns.

Nach 53 Jahren besuchte ich im Juni mal wieder Paros, die wunderweiße Kykladeninsel. Mit mir reiste Maria Menzel, eine Kollegin. Es waren spannende Tage eines gemeinsamen Projekts. Für solche Begegnungen lohnen sich alle Mühen des Selbständigseins.

Eine meiner interessantesten, ertragreichsten Dienstreisen in 45 Jahren führte mich im Juli in die Grimme-Heimat nach Nordhessen. Im Tierpark Sababurg traf sich auf Uwe Kunze – so brav-bürgerlich heißt dieser späte Hippie. Mit einem Bein steht er in Deutschland, mit dem anderen in Schweden. Uwe unterhält im Tierpark ein waschechtes Lappen-Lager mit zahlreichen Rentieren. Er ist Chef der Firma Renrajd Vualka.

August: Nächtliche U-Bahn-Heimfahrt nach einem Spargelessen bei Kristiane Klemm, früher Institut für Tourismus der FU Berlin: Prof. Dr. Horst Kleinert, der frühere Studienleiter, umrahmt von zwei Ex-Studentinnen. Rechts Margherita Bozzano, links Gabi Hartmann. Vor vielen Jahren hat Gabi, eine liebe Freundin, halbtags in meinem Redaktionsbüro mit  gearbeitet und danach viele Jahre beim Deutschen Seminar für Tourismus auch meine Presseseminare betreut.

Der Deutsche Reiseverband [DRV] lud im September eine Schar Journalisten – darunter auch mich – nach Ras Al Khaimah ein, dem diesjährigen Austragungsort der DRV-Jahrestagung. Solche Journalisten-Vorreisen haben Tradition. Mit von der Partie: Heidi Diehl, meine Lieblingskollegin. Das schreibe ich NICHT, weil ich den einen oder anderen Beitrag für ihre Reiseseiten in der Tageszeitung „Neues Deutschland“ schreiben darf.

65 wurde er im Oktober, aber er sieht aus wie Anfang 50: Prof. Dr. Jörg Soller, Fachleiter des Dualen Studienganges BWL/Tourismus an  der Hochschule für Wirtschaft und Recht [HWR] Berlin. Hier bespricht er gerade mit Studierenden eine Hotel-Machbarkeitsstudie. Wegen meiner Lehraufträge begegne ich ihm nicht nur einmal im Jahr, sondern häufig – ich wage zu sagen: zur gegenseitigen Freude.

Aus Anlass seiner Programmvorstellung war ich im November mit dem Reiseveranstalter Öger Tours in Ägypten. Dort hat dieser Berber-Junge, 10 Jahre und stolz, großen Eindruck auf mich gemacht.

Zwei, die dafür sorgen, dass die Reisebranche das Thema Nachhaltigkeit nicht aus den Augen verliert: Lucienne Dam [von links, stellv. Vorsitzende der Nachhaltigkeits-Initiative Futouris e.V., Umweltmanagerin von TUI Cruises und diesjährige EcoTrophea-Preisträgerin] und  Anja Renner, Senior Manager Projekte & Kommunikation bei Futouris. Ein Schnappschuss auf dem Abschiedsabend zur DRV-Tagung in Ras  Khaimah am 9. Dezember.

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Tagebuch: Vatikan & Roboter-Hostess

24 02 2016

Mittwoch, 24. Februar 2016

Zum ersten Mal ist der Vatikan auf der ITB Berlin vertreten. Diese [die ITB, nicht der Vatikan] wird jetzt 50. 50 Jahre ITB Berlin, das ist j schon was. [Es ist meine 44. ITB, auch das ist schon was…] Diesjähriger Partner sind die Malediven. Ahmed Shian, Botschafter der Malediven, Dr. Martin Buck, Senior Vice President Travel & Logistics der Messe Berlin, und David Ruetz, Chef der ITB Berlin, gaben jetzt eine Pressekonferenz. Sie war den unzähligen Publikumsattraktionen gewidmet, die die ITB bietet. Eine Auswahl:

Eine Ausstellung historischer Reiseführer ist zu sehen – 80 Bücher aus 150 Jahren. Besucher können sich am Stand in Halle 4.1 vor einer Fotowand mit unterschiedlichen Reisemotiven ablichten lassen oder im Jubiläumsbuch „From Berlin with Love. 50 Destinations. 50 Encoun-ters. 50 Stories“ schmökern. Wer 1966, im Geburtsjahr der ITB Berlin, auf die Welt kam und ein Ticket an der Tageskasse kauft, freut sich über ein weiteres kostenloses Ticket

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Dr. Martin Buck, Senior Vice President Travel & Logistics der Messe Berlin [rechts] und David Ruetz, Chef der ITB Berlin [links]. In der Mitte Ahmed Shian, Botschafter der Maledives.

Eindrücke in die lebendige und farbenfrohe Kultur des Inselstaates Malediven im Indischen Ozean bekommen Besucher in Halle 5.2. Einen Adrenalinkick erhalten sie bei den Abenteuertagen am Samstag und Sonntag in Halle 4.1. Im Hochseilgarten und dem Kletter-turm der Globetrotter-Erlebniswelt geht es hoch hinaus. Ein originalgetreues Wikingerschiff erweckt den hohen Norden zum Leben. Der Schamane Angaangaq Angakkorsuaq entführt die Besucher am Sonntag um 13 Uhr ins ewige Eis Grönlands. Eine Reise ins Eis machen Besucher auch am Stand von Norwegen in Halle 18. In einem mobilen Iglu erscheint das Naturschauspiel des Polarlichts durch 360-Grad-Rundumprojektionen zum Greifen nah.

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Der Botschafter der Malediven [links] und sein Pressesoprecher in Deutschland, Axel Kaus von Kaus Media Services

Einen großen Schritt auf der Karriereleiter können Besucher im ITB Career Center in Halle 11.1 machen. Etwa 50 Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien, wissenschaftliche Institute und Dienstleister aus dem In- und Ausland informieren über Studiengänge und Wei-terbildungsangebote – auch „meine“ Studenten und Studentinnen der Hochschule für Wirt-schaft und Recht Berlin [HWR].

Auf die jüngsten Messebesucher warten im ITB Kinderland in Halle 3.1 Spielespaß und Aben-teuer. Das Labyrinth Kindermuseum begeistert mit einem Mitmach-Spektakel. An einem großen Basteltisch vertreiben sich die Kinder unter professioneller Aufsicht beim Basteln, Malen und Spielen die Zeit, während die Eltern über die Messe bummeln können.

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Dr. Martin Buck bei Interviews nach der ITB-Pressekonferenz

Und dann gibt es noch ChihiraKanae – ein Roboter von Toshiba, gekleidet als elegante Mes-sehostess. Er/sie weist Besuchern den Weg. Das wäre vor 50 Jahren nicht möglich gewesen.