Notizbuch: Daniel, dynamisch

6 09 2016

Dienstag, 6. September 2016

Daniel Esavandi – genauer: Dr. Daniel Esavandi, denn Daniel hat als Arzt promoviert – ist einfach ein wunderbarer Mensch. Ich empfand von der ersten Minute an so etwas wie Freundschaft für ihn, als wir uns im Flughafen trafen.

Damals war er noch einer der Manager von JT Touristik, dem Unternehmen seiner Schwester Jasmin Taylor. Auf Einladung von JT und im Auftrag von touristik aktuell flog ich mit ihm zum Arabian Travel Market nach Dubai. Ich war damals zum ersten Male in Dubai und zum ersten Male auf dem quirligen ATM. Daniel half mir mit Informationen, machte mich mit wichtigen Informanten bekannt und führte mich so langsam ein in das Lebensgefühl der arabischen Welt. Und wir hatten gute Gespräche beim Shisha-Rauchen [eine von Daniels Leidenschaften; ich rühr‘ die gutriechenden Dinger nicht an…]

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Daniel Esavandi arbeitet jetzt in Poznan, Posen, und zwar als CEO des von ihm gegründeten Unternehmens TOP Touristik pl. „Wir sind wahrscheinlich das erste Unternehmen für dynamic packaging in Polen“, sagt der Boss. Die Firma ist – schätze ich – seit etwa vier Monaten in Polen online und buchbar. Esavandi ist mit dem Start zufrieden. „Wir sind der erste Veranstalter, der voll dynamisch arbeitet“, betont er, „auch die Verfügbarkeitsanfrage für Hotel und Flug ist nur bei uns voll automatisch, andere Veranstalter arbeiten manuell.“ Esavandi: „Es gibt große Herausforderungen, vor allem, was die Technik angeht.“ Aber „die Polen sind tüchtig, und das motiviert uns.“

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Das Geschäftsmodell funktioniert auch, weil vor allem Billigflieger wie Ryanair und Wizzair sehr aktiv sind und von polnischen Flughäfen viele Strecken anbieten – Warmwasserziele wie die Kanaren, griechische Inseln, Zypern, Malta… Und natürlich Städte wie London, Paris oder Barcelona. Emirates und Qatar Airways fliegen seit ein paar Jahren Warschau an, das gibt Esavandi und seinem fünfköpfigen Team „die Möglichkeit, Dubai und die Nachbaremirate zu promoten“. Außerdem hat TOP Touristik Thailand, Mauritius und Sri Lanka im Portfolio.

Zur Zeit sind 13 Länder und 40 Destinationen im Angebot. 2000 Hotels sind im Verkauf, Esavandi steuert bis Ende 2017 10.000 Hotels weltweit an. „Für das erste Jahr haben wir uns 5.000 Kunden als Ziel gesetzt.“

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Tagebuch: Gebührenfallen

14 04 2013

Sonntag, 14. April 2013

Blaue Flecken haben heute die Manager von Ryanair und Easyjet bekommen. „Vorsicht Falle!“ hat mein Kollege Gerd Seidemann seinen Artikel im Reiseteil des „Tagesspiegel“ überschrieben, in dem er hart mit der Gebührenpraxis der Fluggesellschaften abrechnet. Unterzeile: „Nicht nur sogenannte Billig-Airlines machen mit vermeintlichen Sonderleistungen Kasse“.

images (2)Ein Beispiel: Einchecken können Fluggäste bei den Iren nur via Internet. Kostenpunkt: 7 Euro. Die klatscht die Firma einfach auf die Rechnung.

Der Tagesspiegel listet weitere Gebühren auf: Priority Boarding 7 Euro [ist ja noch einzusehen], Sitzplatzreservierung 10 Euro, Kleinkind mit auf die Reise [was bei anderen Carriern nun wirklich kostenlos ist] 30 Euro, Gepäckstück 25 Euro – bis 20 Kilo, und jedes weitere Kilo kostet 20 Euro. Und wer die Bordkarte nicht ausgedruckt hat oder zuhause liegen lässt, muss 70 [siebzig!] Euro berappen.

Die Fluggesellschaft macht zwar auf diese Gebühren aufmerksam – aber trotzdem…

Auch Easyjet spielt auf diesem Gebühren-Klavier. Auch KLM nimmt Gerd Seidemann kritisch unter die Lupe. Sein Fazit: „Finden wir uns damit ab: Fliegen wird nicht nur unbequemer, sondern auch teurer.“ Und er äußert die Hoffnung, „dass nicht auch noch die Deutsche Bahn eine Koffergebühr erfindet.“ Si tacuisses.